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Aktueller Aufenthaltsort: Tokio

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Tag 1: Ankunft, Eindrücke und Backpacker-Luxus

Ankunft am internationalen Flughafen Tokio-Narita

Wir sitzen im Flugzeug und befinden uns im Landeanflug zu einem der internationalen Flughäfen Tokios, Tokio-Narita. Unter uns ein schier unendliches Meer an Lichtern. Da ein Flughafen in dieser Millionenmetropole nicht reicht, gibt es sogar noch einen zweiten, genannt Tokio-Haneda.

Kälteschock am Flughafen

Erste Aussage, als wir aus dem Flugzeug steigen: „Ach du Sch****, ist das kalt!!!!“ Wir wussten zwar, dass uns hier nicht gerade die wärmsten Temperaturen erwarten, aber als wir die etwa acht Grad am eigenen Körper spüren, bleibt uns doch kurz die Luft weg. Aber was solls, für unseren Freund Denis, den wir hier besuchen und um die Stadt kennenzulernen, nehmen wir das gerne auf uns. Für die nächsten Tage heißt es somit: warm einpacken und sozusagen alles anziehen, was wir haben, denn für winterliche Temperaturen ist unsere Backpacker-Garderobe nicht geeignet.

Ordnung und Struktur

Ja, dass hier Ordnung und Struktur herrschen, stellen wir bereits am Flughafen fest. Was wir in Taiwan (hier findest du übrigens unsere Reiseberichte über Taiwan) schon ansatzweise mitbekommen haben, ist in Japan nochmal extremer. In der kompletten Ankunftshalle ist der Fußboden mit Linien übersät. Diese ähneln einer Straße, bei der der Verkehr geregelt wird und es gibt sogar eine Überholspur. Weiterhin sind überall die Meterangaben bis zur nächsten Bushaltestelle, zum nächsten Taxistand, Terminal usw. aufgezeichnet. Verlaufen ist jedenfalls nicht drin.

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Hier sieht man die genaue Meterangabe bis zum nächsten Terminal.

Die Sache mit dem Hightech-Klo

Erste Hürde: aufs Klo gehen. Klingt komisch, aber es ist gar nicht so leicht, bei den zahlreichen Knöpfen einfach nur die Spülfunktion zu finden. Neben dieser gibt es nämlich viele andere und interessante Optionen, wie zum Beispiel Musik anmachen (Wasserrauschen), Klobrille beheizen, Deo sprühen, Wasserdruck verstellen und noch mehr.

Übrigens: Bei manchen öffentlichen Toiletten findet man sogar einen Kindersitz in der Kabine vor.

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Bei diesem Hightech-Klo ist es gar nicht so leicht, einfach nur die Spülfunktion zu finden.

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Bei manchen öffentlichen Toiletten befinden sich sogar Kindersitze mit in der Kabine.

Vom Flughafen bis ins Zentrum

Die PASMO Card

Um ins Zentrum zu gelangen, kaufen wir uns an einem Automaten die PASMO Card – eine Karte, die man beliebig oft aufladen und dann für Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen kann. Mit der Maschine geht das wirklich ruckzuck. Wir kommen kaum mit dem Schauen hinterher, so schnell wird die Karte ausgespuckt. Abgebucht wir der Fahrpreis dann einfach durch das Auflegen der Karte auf einen Sensor.

Auf dieser Internetseite findet man dazu übrigens eine genaue Anleitung wie auch weitere Informationen zur PASMO Card.

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So sieht die PASMO Card aus.

Warum spricht hier keiner?

Bei der Fahrt ins Zentrum, welche etwa eine Stunde dauert und die wir mit Zug und Straßenbahn zurücklegen, fällt uns sofort etwas auf: es ist mucksmäuschenstill. Was ist denn hier los? Das Abteil ist komplett voll mit Menschen, aber keiner spricht. Dafür hängen alle an ihren Handys und spielen irgendwelche seltsamen Anime-Spiele. Und wer nicht das Handy in der Hand hält, schläft. Kommunikation gibt es definitiv nicht.

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Hier der Beweis: kein Mensch spricht und es ist mucksmäuschenstill.

Fröhliches Wiedersehen in Takodanobaba

Im Zentrum angekommen, treffen wir im Stadtteil Takodanobaba dann endlich auf Denis. Er ist ein Studien- und Ex-Arbeitskollege von Peter, für ein Jahr beruflich in Tokio tätig und der Grund, warum es uns auf unserer Weltreise überhaupt in die Millionenmetropole verschlagen hat.

So landet man als Backpacker urplötzlich im Luxus

Nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt machen wir uns auf zu Denis Wohnung (großer Vorteil für uns: kostenlose Unterkunft im teuren Tokio).

Dass das Appartement im 26. Stock liegt, wussten wir zwar, aber schon nach dem Betreten des Gebäudes bleibt uns die Luft weg. Wann haben wir zum letzten Mal einen Aufzug benutzt, so eine hotelähnliche Eingangshalle gesehen und Musik im Flur gehört??

In der Wohnung angekommen, sind wir dann völlig geplättet: hammermäßige Aussicht über Tokio, Fußbodenheizung, Dusche mit Saunafunktion, eine richtige Küche und sooooooo viel Platz! Was die Unterkunft betrifft, machen wir jetzt mal Urlaub vom Backpacker-Leben.

Mit vereinten Kräften schieben wir am Abend die Couch vor die Fensterfront. Bei einem guten, japanischen Asahi Bier, einem fantastischen Ausblick und dem Austausch von Neuigkeiten und Erlebnissen vergeht die Zeit wie im Flug.

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Als Backpacker sind wir plötzlich im Luxus gelandet und genießen am Abend zusammen die Aussicht über Tokio.

Tag 2: Stadtteil Asakusa, Geschäftsviertel Marunouchi, Stadtteil Nihombashi, Weihnachtsdüfte

Stadtteil Asakusa

Während Denis heute schon früh in die Arbeit muss, nutzen wir die Zeit, um noch etwas Schlaf nachzuholen bzw. das kostenlose Fitnessstudio im Keller auszuprobieren. Spätvormittags machen wir uns, nach einem schnellen Frühstück beim Bäcker, mit der Metro auf den Weg in den Stadtteil Asakusa zum Sensoji Tempel.

Nakamise Shopping Street

Nach dem Verlassen der Metrostation passieren wir erstmal das Donnertor, an dem sich eine riesige Papierlaterne befindet und gehen anschließend durch die lange Nakamise Shopping Street, zu deren linker und rechter Seite es nur so von Souvenirständen wimmelt. Beim Hindurchschlendern stellen wir fest: es ist wirklich ganz schön kalt in Tokio!

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Die Nakamise Shopping Street, an deren Ende sich der Sensoji Tempel befindet.

Sensoji Tempel

Am Ende der Straße erreichen wir direkt den Sensoji Tempel, das älteste Gotteshaus Tokios und erkunden dort den Tempelbezirk. Eintritt muss man übrigens nicht bezahlen! Ein typisches Ritual in japanischen Tempeln ist, sich die Zukunft wahrsagen zu lassen. Dafür schüttelt man aus einer Box ein Stäbchen heraus und sucht das zum darauf abgebildeten Zeichen passende Omikuji. Bei Omikujis handelt es sich einfach um Papierstreifen, auf welchen die Wahrsagung geschrieben steht. Wir probieren das mal aus und lassen uns überraschen, ob die Wahrsagung zutreffen wird oder nicht.

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Aus der Box wird zuerst ein Stäbchen herausgeschüttelt und anhand des darauf abgebildeten Zeichens nach der dazugehörigen Schublade gesucht, in welcher sich dann das Omikuji befindet. Den Zettel kann man natürlich mitnehmen.

Ansonsten gefällt uns die ganze Tempelanlage wirklich gut. Die Bauweise und der Stil unterscheiden sich sehr von den Tempeln, die wir in Thailand oder Taiwan gesehen haben.

Auf dem Rückweg zur Metro schlendern wir noch ein bisschen durch die Altstadt und erkunden die Geschäfte dort.

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Vor der Anlage des Sensoji Tempels.

Geschäftsviertel Marunouchi – Tokyo Central Station

Die zweite Station für heute ist die Tokyo Central Station, ein altes Bahnhofsgebäude, welches sich im Geschäftsviertel Marunouchi befindet. Der schöne Ziegelsteinbau aus dem Jahr 1914 bildet einen krassen Gegensatz zu den modernen Wolkenkratzern dort. Nachempfunden wurde der Bau dem Hauptbahnhof in Amsterdam.

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Der Baustil der Tokyo Central Station bildet einen krassen Gegensatz zu den modernen Wolkenkratzern runderherum.

Stadtteil Nihombashi – Nihombashi

Da wir mittlerweile völlig ausgefroren sind, wärmen wir uns bei einer Suppe vom 7-Eleven für kurze Zeit auf und besichtigen anschließend noch die nahegelegene Nihombashi. Nihombashi heißt einfach „Japan-Brücke“. Die erste an dieser Stelle wurde im Jahr 1603 aus Holz gebaut. Der heute zu sehende Bau stammt aus dem Jahr 1911. Direkt über der Brücke befindet sich eine Autobahn, zu welcher aus allen möglichen Richtungen kommend Auffahrten führen. Ganz schön verwirrend.

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Die Nihombashi aus dem Jahr 1911. Darüber verläuft eine Autobahn.

Weihnachtsdüfte

Für heute beenden wir unsere Sightseeing-Tour und kehren in die schöne, warme Wohnung zurück. Abends gehen wir im Supermarkt einkaufen und zaubern anschließend einen selbstgemachten Glühwein. Zwar nicht ganz mit dem leckeren Glühwein vom Weihnachtsmarkt zu vergleichen, aber er sorgt dennoch für weihnachtliche Stimmung. Dazu gibt es ein paar Weihnachtslieder.

Tag 3: Stadtbezirk und Stadtteil Shibuya, Stadtteil Harajuko, Karaoke in Japan

Stadtbezirk Shibuya

Yojogi Park

Peter und ich fahren heute zum nicht weit entfernten Yojogi Park, der sich gleich hinter der Metrostation Harajuko befindet. Der große Park ist mit seinen Alleen und den riesigen, alten Bäumen wirklich sehr zu empfehlen. Inmitten des hektischen Tokios herrscht dort eine wunderbare Ruhe und wir unternehmen einen schönen Spaziergang zum sich im Park befindenden Meiji Shrine.

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Im schönen Yojogi Park herrscht inmitten des hektischen Tokios eine wunderbare Ruhe.

Meiji Shrine

Bei Meiji Shrine handelt es sich um einen Shinto Schrein. Shinto ist in Japan neben dem Buddhismus die bedeutendste Religion. Der Glaube richtet sich an japanische Götter, die in Form von Tieren, Menschen oder auch Gegenständen auftreten können. Die Verehrungsstätten stellen die Shinto-Schreine dar.

Ein zentrales Element des Shinto Glaubens ist die Reinigung. Mit dem Ritual sollen böse Geister ferngehalten werden. Dazu steht vor jedem Schrein ein Wasserbecken mit Schöpfkellen, um Hände und Mund zu reinigen.

Wir sehen hier sogar ein japanisches Hochzeitspaar in traditionellen Hochzeitsgewändern.

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Der Meiji Schrein.

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Ein zentrales Element des Shinto Glaubens ist die Reinigung. Vor jedem Schrein befindet sich deshalb ein Wasserbecken mit Schöpfkellen, um Hände und Mund zu reinigen.

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Ein japanisches Hochzeitspaar in traditionellen Hochzeitsgewändern. Man beachte die Schuhe.

Stadtteil Harajuko

Ausgeflipptes Tokio

Im danebenliegenden Stadtteil Harajuko bekommen wir so allmählich einen guten Eindruck des bunten und schrillen Tokios. Schon allein der Eingang zum Einkaufszentrum Tokyu Plaza ist ziemlich abgefahren.

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Der Eingang zum Einkaufszentrum Tokyu Plaza.

Der Stadtteil Harajuko ist vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt und für seine Hipsterszene bekannt. Wir finden viele angesagte Cafés, Bars, ausgefallene Klamottenläden wie auch einen Mangaladen, in dem man wirklich alles zum Thema japanische Comics finden kann, vor.

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Im Stadtteil Harajuko findet man unter anderem viele angesagte Cafés und Restaurants. Hier gibt es zum Beispiel Getränke in Glühbirnen.

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Auch in den Mangaladen haben wir mal einen Blick gewagt.

Takeshita Street

Am ausgeflipptesten in diesem Stadtteil ist jedoch die Takeshita Street. Dort gibt es die buntesten und ausgefallensten Kleidungsstücke zu kaufen. Eine Bad Taste Party ist nichts dagegen. Dazwischen sehen wir überall Cosplays. Das sind Leute, die sich als Mangafiguren verkleiden.

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Die Takeshita Street im Stadtteil Harajuko.

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In dieser Straße gibt es die buntesten und ausgefallensten Kleidungsstücke, die man sich nur vorstellen kann, zu kaufen.

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Ein Cosplay vor einem bunten Süßigkeitenladen.

Zudem gibt es viele Möglichkeiten, etwas Leckeres zu essen. Wie in ganz Tokio kann man auch hier die Gerichte im Schaufenster (Nachbildungen aus Plastik) betrachten und weiß bei der Bestellung somit genau, wie das gewünschte Essen aussehen wird. Ist man hingegen nur auf der Suche nach etwas zu Trinken, so kann man sich ein Getränk aus einem der zahlreichen Automaten, die man ebenfalls in ganz Tokio findet, kaufen. Hier hat man sogar die Wahl zwischen kalten und heißen Getränken.

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In Tokio stellen zahlreiche Restaurants ihre Gerichte, die aus Plastik nachgebildet wurden, im Schaufenster aus. Somit weiß man schon bei der Bestellung genau, wie das gewünschte Essen aussehen wird.

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Bei dem linken Automaten kann man anhand der roten Markierung der untersten Reihe erkennen, dass es sich bei diesen Getränken um Heißgetränke handelt.

Skurrile Cafés und Restaurants

Übrigens: Neben Katzencafés, welche es bereits auch schon in Deutschland gibt und wo man während des Kaffeetrinkens Katzen streicheln kann, bietet Tokio noch weitaus mehr skurrile Themenrestaurants und -cafés. So gibt es unter anderem auch ein Eulencafé, Igelcafé oder eine Pinguinbar – in allen befinden sich echte Tiere.

Weiterhin kann man zum Beispiel ein Vampircafé besuchen und die Bekanntschaft mit schaurigen Gestalten machen, sich im Alice Fantasy Restaurant von Alice aus Alice im Wunderland oder dem Hutmacher bedienen lassen oder im Robot Restaurant eine abgefahrene Show mit Robotern ansehen.

Stadtteil Shibuya

Nach einer Verschnaufpause am Nachmittag, in der wir Reiseplanungen machen, fahren wir am Abend zusammen mit Denis in den Stadtteil Shibuya (der Bezirk, in welchem der Stadtteil liegt, heißt auch Shibuya) – wohl einer der beliebtesten Stadtteile Tokios und als Einkaufs- und Vergnügungsviertel berühmt. In ein paar Worte gefasst: Menschen über Menschen, riesige Leuchtreklamen, Werbeanzeigen und Beschallung von diesen.

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Der Stadtteil Shibuya mit seinen blinkenden Leuchtreklamen und Menschenmassen.

Die Statue von Hachiko

Erste Anlaufstelle ist die Statue von Hachiko, welche an eine herzerweichende Geschichte erinnert. Hachiko war ein japanischer Akito-Hund, der 1924 von seinem Herrchen, einem Universitätsprofessor, mit nach Tokio genommen wurde. Der Hund holte seinen Besitzer jeden Tag vom Bahnhof in Shibuya ab. Als der Professor während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, kam Hachiko nach dem Vorfall noch weitere zehn Jahre lang immer zur gleichen Zeit zum Bahnhof und wartete dort vergeblich auf sein Herrchen. Er wurde weltweit berühmt und es gibt auch einen Film zu dieser Geschichte.

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Wir vor der Statue des Hundes Hatchiko, hinter der eine sehr bewegende Geschichte steckt.

Shibuya Crossing

Gleich neben der Statue befindet sich die Shibuya Crossing, eine der berühmtesten Straßenkreuzungen der Welt. Sie ist dafür bekannt, dass alle Fußgängerampeln zur selben Zeit auf Grün schalten und die Menschen kreuz und quer (auch diagonal) auf die andere Seite der Straße laufen. In Stoßzeiten sollen angeblich bis zu 15.000 Menschen gleichzeitig die Straße überqueren. Ein echtes Spektakel!

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Die berühmte Shibuya Kreuzung. In Stoßzeiten sollen angeblich bis zu 15.000 Menschen gleichzeitig die Kreuzung überqueren.

Essensbestellung via Tablet

Nachdem wir uns an den Menschenmengen sattgesehen und ein paar Fotos geschossen haben, gehen wir im Stadtteil Shibuya noch etwas essen. Das Restaurant, welches Denis ausgesucht hat, ist ziemlich cool. Auf jedem Tisch befindet sich ein Tablet, mit welchem man bestellt. Alles ist nach Kategorien aufgeteilt (Vorspeisen, Getränke, Suppen etc.) und Gott sei Dank mit Bildern aufgelistet. Wir brauchen also nur zu drücken und wenige Minuten später steht das gewünschte Essen schon vor uns.

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Wir brauchen einfach nur auf das gewünschte Gericht oder Getränk auf dem Tablet zu drücken und schon steht es kurze Zeit später vor uns auf dem Tisch.

Karaoke in Japan

Die Nacht ist noch jung und da, der großen Anzahl an Karaokebars nach zu urteilen, Karaoke offensichtlich zu Japan gehört, beschließen wir, Karaoke singen zu gehen. Die Idee ist zwar gut, aber so wie wir uns das vorgestellt haben, funktioniert es leider nicht.

Was man bei uns unter Karaoke versteht (ein großer Raum, gute Stimmung, vorne eine Bühne, viele Leute), ist hier ganz anders. Zunächst kann man ein Kostüm auswählen, das man beim Singen tragen möchte. Neben einem Pikachu Kostüm gibt es noch viele weitere. Das finden wir ja echt noch ganz lustig, aber als man uns einen Privatraum anbietet, sind wir doch etwas verdutzt.

Ja genau, es gibt keinen großen Raum, in welchem sich alle Leute zusammen befinden, sondern man geht mit Freunden oder Arbeitskollegen zum Karaokesingen und mietet sich einen kleinen und privaten Raum. Das ist so, als würde man sich bei uns zu Hause zum Singstarspielen treffen. Witzig, oder?

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Der Eingang zu einer der besagten Karaokebars. Auf dem Tablet kann man sich bereits ansehen, welche Lieder es gibt. Im Hintergrund steht die Kleiderstange mit den Kostümen.

Tag 4: Stadtteil Tsukiji, Stadtteil Ginza, Stadtteil Akihabara, Stadtteil Ueno, Aussicht vom Stadtteil Asakusa, Ausklang des Tages

Stadtteil Tsukiji – Tsukiji-Fischmarkt

Um noch möglichst viel von der Millionenmetropole sehen zu können, haben wir uns für heute ein ziemlich straffes Programm vorgenommen und da wir viel mit der Metro fahren werden, kaufen wir uns ein 24-Stunden Ticket für 600 Japanische Yen (4,50 Euro). Das kommt uns bei mehreren Fahrten billiger als die PASMO Card.

Los geht es mit dem Tsukiji-Fischmarkt, einem der größten Fischmärkte der Welt. In den engen Gassen bekommt man dort die verschiedensten Meerestiere zu Gesicht und es bieten sich genügend Möglichkeiten, um frischen Fisch probieren zu können.

Sehr interessant zu sehen ist auch, wie die riesengroßen Thunfische professionell zerlegt werden.

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In den engen Gassen des Tsukiji-Fischmarktes bekommt man die verschiedensten Meerestiere zu Gesicht.

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Hier wird gerade ein riesiger Thunfisch in Filetstücke zerlegt.

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In den schmalen Gassen kann es schon ganz schön eng werden.

Stadtteil Ginza – Luxusviertel

Nur ein kurzes Stück zu Fuß vom Fischmarkt entfernt, befindet sich der Stadtteil Ginza. Wir schlendern dort durch die edle Einkaufsstraße, in welcher sich exklusive Geschäfte wie Cartier, Louis Vuitton oder Michael Kors aneinanderreihen. Hier ist definitiv nur Anschauen für uns drin.

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Die Straße, in welcher sich im Stadtteil Ginza die Luxusgeschäfte aneinanderreihen.

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Passend zu Louis Vuitton ist auch das Gebäude, in dem sich das Geschäft befindet, sehr exklusiv.

Stadtteil Akihabara – Manga- und Elektroviertel

Weiter geht es in das Manga- und Elektroviertel Akihabara. Wie der Name schon sagt, findet man hier alles, was elektronische Geräte betrifft. Aber was gefühlt noch viel mehr dominiert, ist die Mangaszene. An den hohen Gebäuden hängen knallbunte Werbebanner für irgendwelche Comicprodukte und es gibt Geschäfte über Geschäfte, die einfach ALLES zu One Piece, Sailor Moon und weiteren berühmten japanischen Comics verkaufen.

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An den Hochhäusern im Stadtteil Akihabara hängen knallbunte Werbebanner für Comicprodukte.

Die Produkte reichen von Figuren, Videospielen, Stickern, Plüschtieren bis hin zu Kostümen und noch viel mehr. Einfach unbeschreiblich und für uns irgendwie unfassbar. Erwachsene Leute kaufen dort massenweise ein.

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Egal, ob Comicfiguren, Videos, Plüschtiere oder Kostüme – hier findet man einfach alles zu seiner Lieblingsserie bzw. zu seinem Lieblingscomic.

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Auch Fans von Sailor Moon werden in Tokio definitiv nicht enttäuscht.

Weiterhin gibt es überall Spielhallen, in denen die verschiedensten Spiele zu den Comics gespielt werden können. Sozusagen die japanischen Casinos. Die gibt es aber nicht nur hier, sondern in ganz Tokio. Das gilt auch für die unzähligen Automaten, an denen man sich zum Beispiel ein Plüschpokemon herausangeln kann.

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In den zahlreichen Spielhallen können die verschiedensten Spiele zu den Comics gespielt werden. Wir haben übrigens hauptsächlich Erwachsene dabei gesehen.

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Auch hier sieht man zwei Erwachsene beim Super Mario Wettlauf. 😉

Als Super Mario mit dem Gokart durch Tokio

Übrigens: Was wir hier zum ersten Mal in Tokio entdecken, sind Gokarts, mit welchen man im Stil des Videospiels „Super Mario“ durch die Stadt düsen kann. Dabei verkleiden sich die Leute natürlich auch als Super Mario oder Luigi.

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Man beachte die Gokarts unten im Bild – vorne weg fährt Luigi durch die Gegend.

Stadtteil Ueno

Ameya Yokoche-Markt

Der Ameya Yokocho-Markt befindet sich im Stadtteil Ueno und erstreckt sich über zwei große Parallelstraßen und mehrere Gassen. Von Schuhen, Klamotten, Schmuck bis hin zu ganz viel Essen kann man dort so einiges entdecken und wir schlendern einmal an den ganzen Ständen und Geschäften vorbei.

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Die zwei Parallelstraßen des Ameya Yokocho-Marktes.

Ueno-Park

Gleich in der Nähe des Marktes gelangen wir zum riesigen Ueno-Park, der sehr bekannt ist – vor allem für die blühenden Kirschbäume während der Kirschblütenzeit. Die gibt es bei uns zwar leider nicht, aber dafür viele bunte und herbstlich leuchtende Blätter. Ein wirklich sehr schöner Park und rund um die Uhr geöffnet.

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Der Ueno-Park, welcher in herbstlichen Farben leuchtet.

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Der große Park eignet sich auch sehr gut für einen Spaziergang.

Aussicht vom Stadtteil Asakusa

Tokyo Skytree

Die letzte Sightseeing-Station für heute ist nochmals der Stadtteil Asakusa. Direkt gegenüber des Donnertors fahren wir im Gebäude des Kultur- und Touristenzentrums mit dem Aufzug kostenlos bis zum 8. Stock nach oben und haben von dort aus eine super Sicht auf den Tokyo Skytree, dem 634 Meter hohen Funk- und Fernsehturms Tokios, der bei Nacht sehr schön beleuchtet ist.

Den Skytree selbst kann man natürlich auch besichtigen. Das Ganze kostet für die Plattform auf einer Höhe von 350 Metern 15,00 Euro und für die Plattform auf einer Höhe von 450 Meter zusätzlich nochmal 7,50 Euro.

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Blick auf den Tokyo Skytree vom Kultur- und Touristenzentrum im Stadtteil Asakusa.

Asahi Beer Tower

Zudem kann man von der Aussichtsplattform auch auf den Asahi Beer Tower blicken. Das Bürogebäude der beliebten Biersorte sieht aus wie ein gefülltes Bierglas mit Schaumkrone. Gleich daneben befindet sich die goldene Asahi-Flamme, die aber eher einem goldenen Hundehaufen ähnelt.

Ausklang des Tages

Mittlerweile ist es schon längst dunkel geworden und Zeit fürs Abendessen. Wir gehen heute mit einer Arbeitskollegin von Denis und zwei ihrer Freunde essen. Bei einer riesigen Fischplatte und einem Gläschen Sake (japanischer Reiswein) können wir noch einiges über die japanische Kultur erfahren.

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Leckeren Fisch gibt es heute Abend mehr als genug.

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Dazu gibt es Sake, den für Japan typischen Reiswein.

Tag 5: Stadtbezirk Shinjuku, Tokyo Tower, Stadtteil Roppongi

Nachdem wir gestern von früh bis spätabends unterwegs waren, legen wir heute Vormittag mal eine Pause ein. Peter und ich müssen zudem unsere Sachen packen und aussortieren, da wir heute Abend schon wieder zum Flughafen aufbrechen. Alles, was wir auf der Weltreise bis jetzt nicht gebraucht haben, bleibt bei Denis, der die Sachen für uns mit nach Deutschland nimmt.

Tokio

Nach dem gestrigen Sightseeing-Tag wird heute erstmal eine Pause eingelegt und neben Sachen packen und aussortieren auch nochmal die Aussicht über Tokio genossen.

Stadtbezirk Shinjuku

Stadtteil Shinjuku

Shinjuku ist ein Bezirk Tokios. Gleichzeitig gibt es in diesem auch den gleichnamigen Stadtteil, der ein beliebtes Viertel Tokios und bekannt für seine Bars, Restaurants und die Shoppingmeile ist. Wenn man den Bahnhof verlässt, wird man fast erschlagen von den ganzen Leuchtreklamen, die sich dort befinden.

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Shinjuku – ein beliebtes Viertel in Tokio und überladen mit Leuchtreklamen.

Piss Alley (Omoide Yokocho)

Wir steuern als erstes die Piss Alley an. Dabei handelt es sich um eine sehr enge Gasse mit unzähligen Mini-Restaurants. Meist gibt es in diesen gegrillte Sachen und die Leute sitzen oft nur um den Tresen herum, da einfach nicht mehr Platz vorhanden ist. Bei manchen Restaurants finden sich gerade mal zehn Sitzplätze.

Zu dem Namen kam es übrigens, weil es in den Lokalitäten hier früher keine Toiletten gab und so mussten die Gäste wohl oder übel auf die Gasse hinausgehen.

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Die enge Piss Alley, in welcher sich unzählige kleine Restaurants befinden.

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Und so sieht eines dieser Mini-Restaurants aus. Es gibt nur ein paar Sitzplätze rund um den Tresen.

Stadtteil Kabukicho

Kabukicho ist das Party- und Rotlichtviertel im Stadtbezirk Shinjuku und schließt an die Shoppingmeile an. Es finden sich dort haufenweise schummrige Bars, Diskotheken und ebenfalls viele blinkende Leuchtreklamen.

Tokio

Kabukicho – das Party- und Rotlichtviertel im Stadtbezirk Shinjuku.

Tokyo Tower

Von Shinjuku machen wir uns auf den Weg zum Stadtteil Roppongi. Nachdem wir dort an der Station ausgestiegen sind, sehen wir den Tokyo Tower, einen Fernsehturm und zugleich eines der Wahrzeichen Tokios, in der Ferne leuchten. Der Bau wurde dem Eiffelturm in Paris nachempfunden.

Möchte man den Tokyo Tower besichtigen, kann man auf die untere Aussichtsplattform, die auf 150 Meter Höhe liegt, für 6,70 Euro fahren. Weiterhin gibt es auf einer Höhe von 250 Metern eine weitere Aussichtsplattform. Beide Plattformen zusammen kosten 11,90 Euro.

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Blick auf den Tokyo Tower.

Stadtteil Roppongi – Weihnachtsmarkt mit deutschen Spezialitäten

Kurze Zeit später erreichen wir dann den Roppongi Hills Weihnachtsmarkt. Wenn wir dieses Jahr schon auf keinen Christkindlesmarkt in Deutschland gehen können, dann halt in Japan. Der Aufbau wurde angeblich dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt nachempfunden.

Es wurden ein paar wenige Holzhütten aufgestellt und mit einem Becher Glühwein (leider auch nicht so gut wie der bei uns) schauen wir uns an, was es so an deutschen Spezialitäten gibt. Dabei finden wir „KäseSpinat Bratwurst“, Waldecker Bockwurst, Brezen und Sauerkraut vor. Bei den Japanern kommt das alles gut an.

Tokio

Der Weihnachtsmarkt im Stadtteil Roppongi wurde angeblich dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt nachempfunden.

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Als deutsche Spezialität wird zum Beispiel „KäseSpinat Bratwurst“ angepriesen.

Bye Bye Tokio

Und schon ist der letzte Abend in Tokio gekommen. Unser Flug geht zwar erst morgen früh, aber die Züge zum Flughafen fahren nur bis kurz nach 24.00 Uhr und dann erst wieder ab den frühen Morgenstunden, was zu knapp werden würde. Unglaublich bei so einer Millionenmetropole, oder? Bis wir aufbrechen müssen, machen wir es uns noch bei Denis in der Wohnung bequem und genießen ein letztes Mal die Aussicht über Tokio.

Schon bald heißt es Abschied nehmen von Denis und Bye Bye Tokio. Auf uns wartet bereits die nächste Metropole, nämlich Hongkong.

 

Tokio

Und schon heißt es Bye Bye Tokio. Nächstes Ziel: Hongkong.

Von | 2018-02-21T08:39:46+00:00 Februar 21st, 2018|Asien, Japan, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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