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Über 300 Tempel, Schreine, Erinnerungen an die Zeit der Holländer, den Liebesgott, gigantische Banyan Bäume und noch vieles mehr – das alles findet man in Tainan, der ältesten Stadt Taiwans.

Von Taichung nach Tainan

Genauso wie auf der Strecke von Taipei nach Taichung ist auch auf der Strecke von Taichung nach Tainan der Bus günstiger. Glücklicherweise kommen wir exakt zur richtigen Zeit am Busbahnhof in Taichung an und können zwei Minuten später in den Bus einsteigen, der uns pro Person 320 Taiwanesische Dollar (etwa 9 Euro) kostet. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir dann die Stadt Tainan, welche weiter im Süden Taiwans liegt.

Unsere „wunderschöne“ Unterkunft in Tainan

Von unserer Unterkunft trennen uns nun nur noch etwa zehn Minuten und so stiefeln wir mal wieder vollbepackt los. Da ein Hotel dieses Mal sogar günstiger als ein Hostel war, haben wir zwei Nächte im Tie Dao gebucht. Sagen wir mal so… zum Schlafen reicht es. Das Hotel ist riesengroß und wirkt in der Eingangshalle sehr modern. Als wir aber in unserem Stockwerk ankommen, sieht leider alles etwas älter aus. Im Zimmer befinden sich keine Fenster, was an sich nicht so schlimm wäre, wenn nicht dieser furchtbare Geruch wäre. Den Rucksack traut man sich kaum aufmachen, weil man Angst hat, dass sonst die ganzen Klamotten den Duft annehmen könnten.

Kleiner Tipp: Lieber doch ein paar Euro mehr ausgeben für ein Zimmer mit Fenster, dann kann man es in dieser Unterkunft wahrscheinlich schon ganz gut aushalten.

Was kann man hier denn jetzt eigentlich machen?

Für uns stellt sich nun die Frage, was man in diesem Tainan denn nun eigentlich machen kann. Fragen wir doch mal an der Rezeption nach, denken wir uns. Dort erhalten wir aber nur einen Busfahrplan. Weiterhin wird uns mitgeteilt, dass wir nach Anping fahren sollen. Keine Ahnung, was das sein soll!? Die Dame rät uns, mal zur Tourist Information, die sich im gegenüberliegenden Bahnhof befindet, zu gehen.

Gesagt, getan. Mit unzähligen Prospekten bewaffnet, verlassen wir das kleine Informationszentrum wieder und fragen uns nun, ob zwei Nächte in Tainan wirklich reichen!?!? Hier gibt es nämlich doch ziemlich viel zu tun und anzuschauen.

Chikan Tower, Guang Gong-Tempel und Grand Mazu-Tempel

Das Fort Provintia oder auch Chikan Tower genannt

Witzigerweise haben wir bei der Tourist Information, anstatt Chikaaaan Tower, nur Chickeeeen Tower verstanden und uns schon gefragt, warum Hühner in einem Turm zu den Top Sehenswürdigkeiten hier zählen.

Am Chikan Tower angekommen, stellt sich heraus, dass es dort aber keine Hühner gibt. Stattdessen handelt es sich hierbei um das alte Fort Provintia, welches damals als weiterer Stützpunkt von den Holländern errichtet wurde. Diese besetzten 1624 den Süden Taiwans. Wegen der Farbe der roten Ziegelsteinen, mit welchen das Fort gebaut wurde, erhielt es den Namen Chikan Tower, was Red Haired Tower (zu Deutsch: rothaariger Turm) bedeutet.

Vom ursprünglichen Fort sind nur noch ein paar Mauerreste erhalten. Die Gebäude, die heute dort stehen, wurden im chinesischen Stil errichtet und beherbergen Ausstellungen zur Geschichte Tainans. Rundherum ist alles sehr schön angelegt und man findet auch einen Bachlauf mit vielen Kois. Sie verheißen laut taoistischem Glauben Reichtum.

Übrigens muss man Eintritt bezahlen, wenn man das Fort Provintia besichtigen möchte. Dies kostet 50 Taiwanesische Dollar (1,50 Euro) pro Person.

Tainan

Das Fort Provintia, welches auch Chikan Tower genannt wird.

Guang Gong-Tempel und Liebesgott Yue Lao

Nur ein kurzes Stück vom Chikan Tower entfernt, befindet sich der Guang Gong-Tempel, der zu meinem persönlichen Lieblingstempel in Tainan geworden ist. Die Hauptgottheit darin ist Guang Gong, der auch als Kriegsgott bezeichnet wird. Er steht für Gerechtigkeit, Mut und Loyalität.

Tainan

Der Guang Gong-Tempel. Vorne am Altar steht der Kriegsgott Guang Gong.

Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen einzigen Tempel, sondern um eine ganze Anlage. Man kann einiges über den Taoismus und verschiedene Götter lernen, da vieles auf Englisch erklärt wird. Hinter dem Haupttempel befinden sich noch weitere, kleinere Tempel mit mehreren Altären, die wiederum unterschiedlichen Göttern gewidmet wurden. Für jedes Anliegen gibt es einen anderen Gott.

Ist man beispielsweise auf Partnersuche geht man zum Liebesgott, welcher Yue Lao heißt. Er wird meist als alter Mann mit dicken Backen und weißem Bart dargestellt. In der einen Hand hält er das „Pairing Book“, in dem über jede Person etwas geschrieben steht. Mithilfe dieses Buches kann er den passendsten Partner oder die passendste Partnerin für eine Person ausfindig machen. Wer braucht da noch die wissenschaftlichen Studien, die bei der Fernsehsendung „Hochzeit auf den ersten Blick“ durchgeführt werden?

Ist die „Vermittlung“ dann erfolgreich, bringen die frisch Verliebten Yue Lao Geschenke in Form von Blumen, Obst oder Süßigkeiten. Zudem werden manchmal auch Bilder von Paar-Shootings oder Hochzeitsfotos neben dem Altar aufgehängt.

Tainan

Der Liebesgott Gott Yue Lao, zu welchem gebetet wird, wenn man auf Partnersuche ist.

 

Tainan

Bei erfolgreicher „Vermittlung“ hängen viele Paare Bilder von Paar-Shootings oder Hochzeitsbilder neben dem Liebesgott auf.

 

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Dankesgaben für die Götter werden in Form von Blumen, Obst oder Süßigkeiten gegeben und vor den Altar gelegt.

Neben vielen weiteren Göttern gibt es hier auch noch einen schönen Innenhof und einen kleinen Teich. Am besten setzt man sich einfach mal hin und lässt die besondere Atmosphäre und den Duft der Räucherstäbchen auf sich wirken.

Grand Mazu-Tempel

Etwa 100 Meter weiter steht der Grand Mazu-Tempel. Die Hauptgottheit dort ist die Meeresgöttin Mazu, welche die Seefahrer beschützt. Heutzutage wird auch für einen guten Fischfang zu ihr gebetet. Die Anlage ist ähnlich aufgebaut wie der Guang Gong-Tempel. Neben dem Haupttempel gibt es noch viele kleinere Tempel und unterschiedliche Gottheiten, welche man kennen lernen kann. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Tainan

Der Grand Mazu-Tempel.

 

Tainan

Typische Darstellung von Gottheiten in Tempel.

Tainan Park, Koxinga Shrine, Sehenswürdigkeiten in Anping und Danzai Noodles

Tainan Park

Bevor wir am nächsten Tag zum Sightseeing aufbrechen, frühstücken wir unser Müsli vom Supermarkt im Tainan Park. Der Park ist mit den vielen schattenspendenden Bäumen, Bachläufen, einem Teich und dem Floating Pavillon sehr schön. Man kann wunderbar spazieren gehen und dabei viele Taiwanesen beim Tanzen, Badminton oder Spiele spielen beobachten. Zudem gibt es überall viele Sitzgelegenheiten.

Tainan

Zum dem schönen Pavillon, welcher im kleinen See des Tainan Parks steht, kann man über einen Steg gelangen.

 

Taiwan

Diese vier Herren sind sehr vertieft in das Spiel und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen.

Koxinga Shrine

Am Hauptbahnhof nehmen wir den Bus Nummer 88, welcher die meisten Sehenswürdigkeiten anfährt und fahren damit bis zum Koxinga Shrine. Die Fahrt dorthin dauert nur wenige Minuten. Wie der Name schon sagt, wurde der Schrein Koxinga gewidmet.

Er war ein chinesischer Armeeführer, der die Holländer aus Taiwan vertrieb und einen großen Einfluss auf die Entwicklung Taiwans hatte. Beispielsweise ließ er sehr viele Tempel bauen, weitete Handelsbeziehungen zu anderen Ländern aus und förderte die landwirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Das und noch vieles mehr kann man dort über Koxinga erfahren. Neben dem Schrein gibt es zudem noch eine schöne Parkanlage.

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Beim Koxinga Shrine kann man viel über den ehemaligen, chinesischen Armeeführer Koxinga erfahren.

Sehenswürdigkeiten in Anping

Nach der Besichtigung fahren wir mit dem Bus weiter nach Anping. Seit unserem Besuch bei der Tourist Information wissen wir nun auch, was es damit auf sich hat. Anping war damals der Hauptstützpunkt der Holländer. Neben dem bekannten Fort Zeelandia kann man dort weitere Überbleibsel aus früheren Zeiten vorfinden. Die Fahrt dauert etwa ein halbe Stunde.

Anping Old Street

Die Anping Old Street war angeblich die erste Straße Taiwans. Heute reihen sich hier niedliche Läden sowie kleine Restaurants aneinander.

Anping Tree House

Zu unseren Highligts in Tainan zählt definitiv das Anping Tree House. Der Eintritt kostet 50 Taiwanesische Dollar (1,50 Euro). Wie der Name schon sagt, hat dieses Haus, welches früher als Lagerhaus diente, etwas mit Bäumen zu tun. Die Mauerreste sind heute komplett von riesigen Banyan Bäumen überwachsen. Es sieht so aus, als hätten sie das Gebäude mehr oder weniger verschlungen. Der Ort strahlt eine wunderbare Ruhe aus und wenn die Sonne scheint, wird alles in ein wunderschönes Licht getaucht. Auf Treppen kann man sogar über die Mauern spazieren. Eine gute Gelegenheit, um etwas zu relaxen.

Legenden besagen zudem, dass die Bäume etwas Göttliches an sich haben und auf die Bewohner des Ortes aufpassen.

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Die Mauerreste des ehemaligen Lagerhauses sind komplett von Banyan Bäumen überwachsen.

 

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Legenden zufolge haben die Bäume etwas Göttliches an sich.

 

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Das Anping Tree House ist ein wunderbarer Ort, um etwas zu entspannen.

Old Tait & Co. Merchant House

Verlässt man das Anping Tree House, kommt man zum Old Tait & Co. Merchant House. Das Haus war damals ein Händlerhaus und wurde von britischen Händlern errichtet. Jetzt befindet sich darin ein Museum (der Eintritt ist im Anping Tree House enthalten), in dem man mehr über den früheren Handel in Taiwan sowie über die Produkte, die im- und exportiert wurden, erfahren kann.

Anping Kaitai Matsu-Tempel

Nach der Stärkung mit einem viel zu süßen Bubble Tea (der wurde übrigens in Taiwan erfunden), schauen wir uns den Anping Kaitai Matsu Tempel an. Dieser ist lange nicht so groß wie der Guang Gong oder der Grand Mazu Tempel, aber ein kurzer Abstecher lohnt sich trotzdem.

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Der Anping Katai Matsu-Tempel.

 

Tainan

Verzierungen mit Drachen findet man auf vielen Dächern von Tempel. Sie symbolisieren göttlichen Schutz, Macht und Stärke.

Sunset Platform

Da wir gehört haben, dass der Sonnenuntergang bei der Sunset Platform sehr schön sein soll, machen wir uns auf den Weg dorthin. Auf unserer Karte sieht die Strecke nicht weit aus, was sich aber als Fehlzeichnung herausstellt. Wir brauchen ziemlich lange und sehen die Sonne gerade noch im Meer versinken. Die Sunset Platform befindet sich direkt am langen, schwarzen Sandstrand, welcher sich mit dem weichen Sand für einen Strandspaziergang anbietet. Gleich von der dahinterliegenden Straße aus fährt der Bus Nummer 88 wieder zurück in die Innenstadt.

Tainan

Der Sonnenuntergang kann man gut von der Sunset Platform aus beobachten.

Danzai Noodles

Heute haben wir genug vom Sightseeing und suchen abends nur noch ein Restaurant auf, in welchem Danzai Noodles zubereitet werden. Diese sind eine lokale Spezialität Tainans und schmecken wirklich sehr gut.

Konfuzius-Tempel und City God-Tempel

Konfuzius-Tempel

Nach einem leckeren Frühstück bei der Bäckerei Donutes (wer in Tainan ist und Lust auf Gebäck hat, sollte diese unbedingt ausprobieren) spazieren wir am National Museum of Literature vorbei, das vor allem durch seinen Baustil sehr hervorsticht.

Tainan

Das National Museum of Literature, welches durch seinen Baustil hervorsticht.

Kurz darauf gelangen wir zum ältesten Konfuzius-Tempel Taiwans. Auch hier zahlt man 50 Taiwanesische Dollar Eintritt pro Person und kann dann einiges über Konfuzius und seine Lehren erfahren.

Tainan

In der Anlage des ältesten Konfuzius-Tempels gibt es einiges zu entdecken.

City God-Tempel

Den letzten Tempel, welchen wir in Tainan besuchen, ist der City God-Tempel. Dort werden unter anderem bereits verstorbene Regierungsbeamte als Gottheiten dargestellt. Sie sollen die politischen Angelegenheiten der Stadt bewachen und für Gerechtigkeit sorgen.

Weiterhin kümmern sich die dort angebeteten Gottheiten um allgemeine Anliegen der Bevölkerung, wie zum Beispiel um den benötigten Regen für eine gute Ernte, die Genesung von Krankheiten und bieten denjenigen Unterstützung, die zu Unrecht für etwas beschuldigt werden.

Tainan

Der City God-Tempel.

Genug von Tempel?

Wer jetzt noch nicht genug von Tempel hat, hat die Möglichkeit, noch über 300 weitere Tempel hier zu besuchen. Uns reicht es nun aber doch mal und wir können keine weiteren Informationen mehr aufnehmen. In Tainan haben wir wirklich einiges gesehen und gemacht und müssen das jetzt erstmal alles verarbeiten.

Somit packen wir unsere Sachen zusammen und tuckeln gegen Mittag mit dem Zug weiter in die zweitgrößte Stadt Taiwans, nach Kaohsiung.

 

Von | 2017-12-21T03:09:52+00:00 Dezember 20th, 2017|Asien, Reiseberichte, Reiseziele, Taiwan, Travel|0 Kommentare

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