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Nordöstlich, auf der Nordinsel Neuseelands gelegen, befindet sich die Stadt Rotorua. Sie liegt in einer der am geothermisch aktivsten Regionen der Erde, denn dort trifft die australische auf die pazifische Erdplatte. Deshalb gibt es auch einiges zu entdecken: dampfende Quellen, spuckende Geysire, blubbernde Schlammpools und außergewöhnliche Landschaften. Allgegenwärtig ist auch immer wieder der Geruch von Schwefel.

Weiterhin sind die Māori in dieser Gegend sehr stark vertreten. Somit ist Rotorua der perfekte Ort, um mehr über die Geschichte, Kultur und Traditionen des indigenen Volkes Neuseelands zu erfahren und zu lernen.

Um das Freizeitangebot abzurunden, findet man zahlreiche Wanderwege im Redwoods Whakarewarewa Forest wie auch nahegelegene Seen zum Baden und Entspannen.

Der Kuirau Park – ein etwas anderer Stadtpark

Nachdem wir den gestrigen Regentag im Holiday Park verbracht haben, machen wir uns heute zum Kuirau Park, der im Herzen von Rotorua liegt, auf. Schon von Weitem sehen wir es nur so dampfen. Bei den Parkplätzen im Park ist der Teer an manchen Stellen aufgebrochen und sogar aus den Rissen steigen kleine, dampfende Wolken nach oben.

Nach der Testung des kostenlosen Fuß-Spas spazieren wir durch den mal etwas anderen Stadtpark. Wir finden Pools vor, in denen der Schlamm nur so blubbert, an der nächsten Ecke ist wieder ein kochendes Wasserbad zu sehen und über allem liegt ein leicht fauliger Geruch. Zu wissen, dass ein Stückchen unterhalb der Erdoberfläche alles nur so brodelt, ist schon ein etwas seltsames Gefühl.

Rotorua

Im Kuirau Park gibt es kostenlose Fuß-Spas.

Rotorua

Der Schlamm blubbert nur so vor sich hin.

Rotorua

Hier ist der Schwefelgeruch wohl etwas intensiver.

Es gibt hier auch einen großen Kratersee, um den man spazieren kann und über den weiße Dampfschwaden wabern. Das sieht so aus, als wäre eine Nebelmaschine eingebaut worden. Eine Māori-Legende besagt, dass in dem See einst ein Mädchen von einem Seeungeheuer verschlungen wurde. Dies erzürnte die Götter so sehr, dass sie den See zum Kochen brachten, um dadurch das Monster zu töten.

Rotorua

Hier sieht es so aus, als wäre eine Nebelmaschine eingebaut worden.

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Die weißen Dampfschwaden wabern über den Kratersee.

Rotorua

Auch die Landschaft und Vegetation sehen an manchen Stellen ganz anders aus.

Rotorua

Beim Gang über die Brücke wird es ganz schön heiß an den Fußsohlen.

Zudem erfahren wir, dass die Māori die heißen Quellen im Park auch zur Essenszubereitung nutzten. Ebenfalls kam man früher oft nach der Arbeit oder am Wochenende hierher, um ein Bad zu nehmen.

Übrigens: Der Park ist kostenlos und anhand der ganzen Informationsschilder kann man so einiges lernen.

Te Whakarewarewa – Te Puia oder Whakarewarewa Village

Te Whakarewarewa ist ein Geothermalfeld und nur drei Kilometer vom Stadtzentrum Rotoruas entfernt. Es ist in zwei Teile, nämlich Te Puia und Whakarewarewa Village unterteilt.

Te Puia

Die Tour durch Te Puia kostet 49,50 NZD (30,00 Euro, Stand Februar 2018). Man kann dabei massenhaft heiße Quellen, Schlammpools und Geysire sehen. Ebenfalls befindet sich dort ein Kiwi-Haus. Besonders berühmt ist Te Puia für den Pohutu Geysir. Er ist der größte Geysir der südlichen Hemisphäre, bricht bis zu 20-mal pro Tag aus und spuckt den heißen Wasserdampf bis zu 30 Meter gen Himmel. Es können hier auch Kombipakete, die zum Beispiel zusätzlich einen rituellen Tanz der Māori beinhalten, gebucht werden.

Unter diesem Link gibt es mehr über Te Puia zu erfahren.

Whakarewarewa Village

Eine Tour durch das Whakarewarewa Village kostet 35,00 NZD (20,00 Euro, Stand Februar 2018). Das Māori-Dorf ist nach wie vor bewohnt und bei der Führung kann man mehr über das dortige Leben der Māori erfahren. Weiterhin wird aufgezeigt, welche Vorzüge das Geothermalfeld für die Einwohner bietet. Zudem findet eine kulturelle Darbietung statt. Kombipakete beinhalten außerdem ein Hāngi. Dabei wird eine Mahlzeit traditionell in heißer Erde gegart. Den Pohutu Geysir kann man vom Dorf aus auch sehen. Im Gegensatz zu der Tour durch Te Puia allerdings nur aus einer gewissen Entfernung.

Unter diesem Link gibt es mehr über das Whakarewarewa Village zu erfahren.

Wir haben keine der beiden Touren gemacht, da wir einen anderen Weg gefunden haben, den Geysir zu sehen und ein anderes Māori-Dorf besucht haben. Dazu mehr im weiteren Verlauf des Reiseberichtes.

Redwoods Whakarewarewa Forest

Gleich in der Nähe von Te Whakarewarewa befindet sich der Redwoods Whakarewarewa Forest. In dem großen Waldgebiet gibt es zahlreiche Wander- und Radwege. Egal, ob man nur eine kurze oder ganz lange Wanderstrecke gehen möchte – es ist für jeden etwas dabei und kostet nichts.

Rotorua

Übersichtskarte der verschiedenen Wanderwege im Redwoods Whakarewarewa Forest.

Wir haben gehört, dass man hier von einem Aussichtspunkt aus eine gute Sicht auf Te Whakarewarewa und den Pohutu Geysir hat und entscheiden uns somit für den 7,5 Kilometer langen Pohaturoa Loop Track.

Zuerst gehen wir ein ganzes Stück an den riesigen und rötlichen Bäumen vorbei. Wegen des gestrigen Regens duftet alles wunderbar nach Wald. Anschließend geht es bergauf. Bis zum Aussichtspunkt braucht man etwa 45 Minuten. Kurz bevor wir dort ankommen, werden wir von einem ziemlich heftigen Regenschauer erwischt und klatschnass.

Rotorua

Zuerst gehen wir ein ganzes Stück an den rötlichen Bäumen vorbei.

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Die sind einfach riesig.

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Wegen des gestrigen Regens duftet es hier wunderbar nach Wald.

Oben angekommen, bietet sich uns aber eine wirklich super Aussicht auf Rotorua und das unter uns liegende Geothermalfeld, über welches die dicken Dampfschwaden nur so wabern. Wir kommen genau rechtzeitig zur Eruption des Pohutu Geysirs. Dem ganzen, irgendwie völlig unwirklichen, Spektakel sehen wir eine Zeit lang zu, bis es uns in unseren nassen Klamotten zu kalt wird. Da wir für den kompletten Wanderweg noch viel länger bräuchten, gehen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück, um möglichst schnell in unseren trockenen Camper zu kommen.

Rotorua

Unter uns liegt plötzlich das dampfende Geothermalfeld. In der Mitte des Bildes ist der Pohutu Geysir zu sehen.

Rotorua

Das irgendwie unwirkliche Spektakel betrachten wir eine ganze Zeit lang.

Unter diesem Link es gibt noch mehr Infos zum Redwoods Whakarewarewa Forest.

Das indigene Volk Neuseelands – die Māori

Māori-Dorf Ohinemutu

Nachdem wir nach unserer gestrigen Wanderung im Redwoods Whakarewarewa Forest ganz schnell in den Holiday Park zum Aufwärmen und Trocknen zurückgekehrt sind, erwartet uns heute ein strahlend blauer Himmel. Wir machen uns zum Māori-Dorf Ohinemutu, das sich direkt am See in Rotorua befindet, auf.

Der Vorteil ist, dass man hier keinen Eintritt bezahlen muss. Allerdings kann man auch keine geführte Tour buchen. Wir spazieren herum, betrachten die Dampfschwaden, die überall aus Rissen im Teer oder aus Vorgärten hochsteigen und entdecken sogar Kochstellen über den dampfenden Quellen.

Ebenfalls finden wir viele verschiedene Figuren und für die Māori typische Schnitzereien vor.

Rotorua

Im Dorf finden wir viele verschiedene Figuren und Schnitzereien der Māori vor.

Kultur und Traditionen

Wie es der Zufall so will, haben wir Glück und können doch noch kostenlos ganz viel über die Kultur und Traditionen des indigenen Volkes erfahren. Auf dem Versammlungsplatz treffen wir nämlich auf einen Bewohner des Dorfes, der uns auffordert, alles zu fragen, was wir wissen wollen. Und so unterhalten wir uns bestimmt eine Stunde mit ihm.

Wie und woher kamen die Vorfahren der Māori eigentlich nach Neuseeland?

Die ersten Vorfahren der Māori kamen wohl im 13. Jahrhundert aus Polynesien auf das noch unbewohnte Neuseeland. Als Transportmittel nutzten sie Kanus, die deshalb noch heute eine große Bedeutung für die Māori haben. Mit jedem Kanu kam ein neuer Stamm, auch Tribe genannt, an. Jeder Tribe ist anders, aber dennoch gibt es sehr viele Ähnlichkeiten.

Die Tattoos der Māori

Vielen sind die traditionellen und schönen Tattoos der Māori bekannt. Sie sind ein fester Bestandteil der Kultur und haben unterschiedliche Bedeutungen. Die Männer sind im Gesicht komplett tätowiert, während die Frauen nur am Kinn ein Tattoo haben. Solche Tätowierungen findet man im Gegensatz zu früher aber nicht mehr so oft. Viele sind beispielsweise auch „nur“ am Arm tätowiert.

Rotorua

Auch unser „Tourguide“ hat sich sein Gesicht tätowieren lassen.

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Ebenfalls findet man überall Figuren, bei denen das Gesicht verziert wurde. Aufgrund der Tätowierung des ganzen Gesichtes kann man erkennen, dass es sich hier um einen Mann handelt.

Marae und Schnitzereien

Am Ende des Versammlungsplatzes, auf dem wir uns befinden, steht das mit vielen Schnitzereien verzierte Versammlungshaus des Dorfes. Es wird Marae genannt, dient als Begegnungsstätte und wird zum Beispiel auch für Hochzeiten genutzt.

Auf dem Giebel des Daches ist eine Figur abgebildet, die den ersten Führer des hier ansässigen Stammes darstellt. Zudem sehen wir überall Figuren mit großen Augen und herausgestreckter Zunge, was zur Abschreckung des Feindes dient.

Rotorua

Als Marae wird die Begegnungsstätte der Māori bezeichnet.

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Die Figur auf dem Dach stellt den ersten Führer des hier ansässigen Stammes dar.

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Das Herausstrecken der Zunge und die großen Augen dienen zur Abschreckung von Feinden.

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Auch hier nochmal eine Figur mit aufgerissenen Augen.

Haka

Als Haka werden rituelle Tänze der Māori bezeichnet. Es existieren verschiedene Arten mit unterschiedlichen Bewegungselementen. Neben Kriegstänzen gibt es auch Tänze zur Begrüßung, zur Hochzeit, zu einer Trauerzeremonie usw. Typisch bei allen Tänzen ist das Aufreißen der Augen und das Herausstrecken der Zunge.

Nachfolgend findest du ein Video eines traditionellen Hakas:

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Sogar die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft „All Blacks“ führt vor jedem Länderspiel einen Haka auf. Der Nebeneffekt ist angeblich ein psychologischer Vorteil gegenüber der gegnerischen Mannschaft. Ziemlich cool!

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Māori und Natur

Die Māori haben eine sehr große Verbundenheit zur Natur. Auch die vielen verschiedenen Götter können unter anderem in Form von Pflanzen, eines Berges etc. auftreten. Natur und Mensch sind miteinander verschmolzen.

Die Kultur der Māori heutzutage

Während die Kultur und die Traditionen der Māori bei der Ankunft der ersten europäischen Siedler total verpönt und sogar verboten wurden, haben sie heute einen großen Stellenwert in Neuseeland und werden sogar in manchen Schulen vermittelt. Auch die Tourismusbranche wirbt damit und das bekannte „Kia Ora“, eine traditionelle Begrüßung der Māori, ist fester Bestandteil der Alltagssprache.

Redwoods Whakarewarewa Forest – zweiter Versuch

Nachdem wir uns von unserem „Tourguide“ verabschiedet haben, machen wir uns nochmals zum Redwoods Whakarewarewa Forst auf, um den kompletten Pohaturoa Loop Track zu gehen. Bei dem heutigen Wetter haben wir mehr Glück.

Wir betrachten nochmals den spuckenden Pohutu Geysir und kommen auf dem weiteren Verlauf des Wanderweges an den unterschiedlichsten Vegetationen und Pflanzen vorbei. Eine Wanderung (bei schönem Wetter) dort können wir nur empfehlen.

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Blick auf den Pohutu Geysir bei schönem Wetter.

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Auf dem weiteren Verlauf des Wanderweges kommen wir an den unterschiedlichsten Pflanzen vorbei.

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Bei schönem Wetter macht das richtig Spaß.

Blue und Green Lake

Weiter geht es zum etwa zehn Kilometer entfernten Blue Lake, auch Lake Tikitapu genannt. Er ist ein wunderschöner Badesee mit klarem Wasser und umgeben von dicht bewachsenen Hügeln und Wald. Es gibt dort auch eine tolle Liegewiese zum Entspannen und wir ruhen uns von unserer Wanderung etwas aus. Wenn man möchte, kann man übrigens auch um den See herumwandern.

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Entspannen am wunderschönen Blue Lake.

Zum Green Lake (Lake Rotokakahi) kann man nicht direkt hinfahren, da er ein heiliger Ort der Māori (Waahi Tapu) ist. Stattdessen kann man ihn von einem Aussichtspunkt, von wo aus man auch auf den Blue Lake blicken kann, betrachten. Übrigens ein super Platz, um die Campingstühle auszupacken.

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Blick vom Aussichtspunkt auf den Green Lake.

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Ein guter Platz, um die Campingstühle auszupacken.

Weiterfahrt zum Campingplatz am Lake Okaro

Nachdem wir uns satt gesehen haben, fahren wir weiter zum Campingplatz am Lake Okaro, wo wir unser heutiges Nachtlager aufschlagen. Während wir auf unserem Gaskocher das Abendessen zubereiten, sehen wir zu, wie die Sonne langsam hinter dem gegenüberliegenden Hügel versinkt.

Kurz darauf kommt wieder der Sternenhimmel mit den Millionen von funkelnden Sternen zum Vorschein. 🙂

Rotorua

Aufschlagen unseres heutigen Nachtlagers.

Von | 2018-06-18T04:25:12+00:00 Juni 17th, 2018|Neuseeland, Ozeanien, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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