5 besondere Reiseziele für Naturliebhaber

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Für den heutigen Beitrag habe ich eine kleine Auswahl getroffen: 5 besondere Reiseziele für Naturliebhaber.  Diese wunderbare Welt da draußen hat viele faszinierende, atemberaubende, wunderschöne und spannende Orte zu bieten. Viel Spaß beim Lesen und Träumen…

 

Bhutan – eines der ganz besonderen Reiseziele für Naturliebhaber

Hast du den Namen dieses im Himalaya gelegenen Binnenstaates schon einmal gehört? Mir war der Ort bis vor Kurzem unbekannt. Dabei hat er für kulturell und landschaftlich Interessierte unheimlich viel zu bieten.

Bhutan ist das letzte buddhistische Königreich der Welt und hat ein ganz besonderes Staatsziel, das im starken Gegensatz zu den Zielen der westlichen Welt steht: Glück!

Ja, ihr habt richtig gehört, die Bhutanesen messen den Erfolg ihres Landes anhand des BNG – Bruttonationalglück. Daher verwundert es nicht, dass die Einheimischen für ihre Freundlichkeit und Ausgeglichenheit bekannt sind. Durch seine geografische Lage im Himalaya ist Bhutan vom Rest der Welt abgeschnitten. Diese Abgeschiedenheit und der große Einfluss des Buddhismus ermöglicht es den Bhutanesen bis in die heutige Zeit, der weit verbreiteten Hektik und dem Konsum zu trotzen.

Die Erfüllung des Staatsziels beinhaltet neben der Erhaltung der Kulturlandschaft auch den Schutz der Natur. Aus diesem Grund wurde der Umweltschutz in der Verfassung festgeschrieben und das Umweltbewusstsein bereits in den Schulen gefördert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bhutan über den größten Flächenanteil an Nationalparks verfügt.

Bedingt durch große Klima- und Höhenunterschiede gilt Bhutan als eines der Länder mit der höchsten Artenvielfalt der Welt. Mehr als 5.500 Pflanzenarten, 770 Vogelarten und rund 165 Säugetierarten sind bekannt, die zum Teil nur in dieser Region vorkommen.

Darunter sind viele geschützte und seltene Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel Tiger, Schneeleoparden, Nebelparder und asiatische Elefanten.

Die bergige Landschaft ist zu rund 70 Prozent bewaldet und geprägt von Tempeln, Gebetsmühlen, Hängebrücken und bunten Gebetsfahnen. Eines der bekanntesten buddhistischen Klöster ist das auf 3.120 Metern Höhe gelegene Tigernest, welches lediglich zu Fuß oder mit Maultieren erreicht werden kann. Nach dem mühsamen Aufstieg wird man mit einer unglaublichen Aussicht belohnt.

Mehr als 80 Prozent dieses Binnenstaates von der Größe der Schweiz befinden sich auf einer Höhe von über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel. In Bhutan ist außerdem der weltweit höchste von Menschen unbestiegene Berg, der Gangkhan Puensum zu finden. Eine Besteigung ist auch in naher Zukunft nicht zu erwarten, da die bhutanesische Regierung Bergexpeditionen über mehr als 6.000 Metern verboten hat. Begründet wird dieses Verbot mit dem Respekt vor Geistern und Göttern, die in größeren Höhen beheimatet sind. Naheliegend ist jedoch auch die Sorge der Bhutanesen, dass der Gangkhan Puensum zu einer ähnlichen Touristenattraktion wie der Mount Everest wird.

Für die Reiseplanung wichtig sind einige Besonderheiten. Der Tourismus des Landes wird durch eine spezielle Visapolitik geregelt. Eine Einreise ist ausschließlich als Tourist oder Gast der Regierung erlaubt. Alle Reisen müssen über eines der registrierten Reiseunternehmen Bhutans gebucht werden. Des Weiteren darf man sich als Tourist in Bhutan nur in Begleitung eines Guides fortbewegen. Dies macht die Reise nicht unbedingt günstiger, bringt jedoch dem nicht unbedingt reichen Land eine gute Einnahmequelle und sichert die Erhaltung von Landschaft und Kulturgütern. Eine weitere landesspezifische Besonderheit ist, dass sowohl der Kauf als auch der Verkauf von Tabakwaren im Land verboten ist.

Ladakh – Naturerlebnis in luftiger Höhe

Die Region Ladakh ist auf der höchsten Hochebene Indiens zu finden und erstreckt sich über eine weite, spektakuläre aber sehr karge Landschaft. Bäume sucht man meist vergebens, dafür stößt man auf viele unheimlich schwankende Fußgängerbrücken, zum Teil gigantische Canyons sowie schneebedeckte Gipfel, die von Gletschern durchzogen werden. Im Gegensatz zu den nur selten vorkommenden Bäumen existiert eine Vielzahl von Blütenpflanzen zum Teil bis in Höhen von rund 5.000 Metern.

Die Täler liegen auf einer Höhe von rund 3.000 Metern über dem Meeresspiegel, die Berge erstrecken sich bis in Höhen von über 7.000 Metern. Der Khardong-Pass in Ladakh gilt als einer der höchsten befahrbaren Pässe der Welt.

Das Gebiet ist, vergleichbar mit der Sahara, sehr trocken und bedingt durch den Klimawandel immer mehr von Wassermangel bedroht. In einigen Gebieten wurden durch künstliche Bewässerung fruchtbare Oasen geschaffen, um Getreide und Gemüse anbauen zu können. Diese fruchtbaren Orte gehören häufig zum Eigentum der in dieser Region relativ reichen Klöster. Ladakh ist stark vom tibetischen Buddhismus geprägt, weshalb überall verstreut buddhistische Klöster zu finden sind, die in dieser kargen Felslandschaft die einzigen markanten Punkte darstellen. Das Gebiet ist insgesamt nur dünn besiedelt. Die Hauptstadt von Ladakh – Leh – liegt eingebettet in einem Tal zwischen dem Himalaya und dam Karakoram-Gebirge.

Für Touristen ist die Region Ladakh insbesondere in den Monaten Juni bis August interessant. Besonders beliebt sind mehrwöchige Trekkingtouren und geführte Klettertouren. Zu beachten ist, dass für Touren über 6.000 Metern eine Genehmigung einzuholen ist. Aber auch für Hobbybergsteiger finden sich ausreichend alternative Reiserouten. Gepäck wird zumeist mit Tieren befördert. Egal ob Profi oder Hobbybergsteiger, die dünne Luft in großen Höhen darf nicht unterschätzt werden. Die mitunter tödlich endende Höhenkrankheit ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko mit deren Anzeichen und Vorsichtsmaßnahmen man sich im Vorfeld unbedingt auseinandersetzen sollte.

Trotz der kargen Landschaft hat die Tier- und Pflanzenwelt in Ladakh einiges zu bieten. Das wohl bekannteste hier vorkommende Tier ist der Schneeleopard, es finden sich aber auch Steinböcke, Gazellen, Antilopen, tibetische Wölfe, Luchse, Tibetfüchse, Pfeifhasen, Murmeltiere, eine Vielzahl an Vogelarten und vieles mehr.

Die Flora bietet unter anderem Sanddorn, Kümmel, Kugeldisteln, verschiedene Sukkulenten, Wacholder, Maulbeeren, Walnuss, Weiden, Ulmen und Zypressen.

Milford Track/ Kepler Track Neuseeland

Der wohl bekannteste Wanderweg in Neuseeland ist der 53,5 km lange Milford Track auf der bergigen Südinsel – eines der schönsten Reiseziele für Naturliebhaber. Er führt durch eine nahezu perfekte Fjord-Landschaft und gehört zu den „Great Walks“. Der Weg führt über Holzstege, diverse Hängebrücken und einen Bergpass durch den Regenwald, entlang eines wilden Flusses und unberührten Seen bis hin zum Milford Sound. Dieser 15 km lange Fjord zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO. In dieser Bilderbuchlandschaft trifft man auf die mit 580 Metern höchsten Wasserfälle Neuseelands – die Sutherland Falls – sowie beeindruckend hohe Berggipfel und großartige Panoramaaussichten.

Es werden geführte Wanderungen angeboten. Egal ob geführt oder nicht, so darf die Strecke nur von Süden nach Norden beschritten werden, um Umweltauswirkungen zu minimieren. Übernachtungen sind nur in den öffentlichen Hütten und privaten Lodges erlaubt, Camping ist verboten.

Das große Problem des Milford Track ist, dass die Anzahl der zugelassenen Wanderer zur besten Reisezeit von November bis April stark begrenzt ist und Plätze bereits schon rund ein Jahr im Voraus reserviert werden sollten. Der Milford Track kann grundsätzlich auch außerhalb dieses Zeitraums beschritten werden, jedoch ist der Weg aufgrund der Wetterlage deutlich beschwerlicher und gefährlicher. Dennoch heißt es, dass man den wahren Zauber dieser Landschaft nur an Regentagen in seiner vollen Schönheit erleben kann, wenn die steilen Berghänge von Wasserkaskaden bedeckt sind.

Eine sehr gute Alternative ist der Kepler Track, der ebenfalls als „Great Walk“ gelistet, aber nicht ganz so schnell ausgebucht ist. Er ist mit rund 60 km etwas länger als der Milford Track. Im Gegensatz zu den anderen Wanderwegen handelt es sich um einen Loop Walk – Rundwanderweg. Der große Vorteil hierbei: Man muss sich nicht um den Transport zurück zum Ausgangspunkt kümmern.

Egal ob Milford, Kepler oder andere Great Walks. Es sollte immer rechtzeitig geprüft werden, ob noch Plätze verfügbar sind und im Voraus gebucht werden.  Bei individuellen Touren ohne Reiseführer ist zu beachten, dass dennoch ein Great Walks Pass benötigt wird.

Galapagosinseln – Eines der traumhaftesten Reiseziele für Naturliebhaber

Eine unvergessliche Naturerfahrung der besonderen Art kann man auf den Galapagosinseln, einem der bisher unberührtesten und außergewöhnlichsten Ökosystemen der Welt erleben. Diese 1.000 km vor dem ecuadorianischen Festland liegenden Inseln verzaubern mit ihrer unvergleichlichen Schönheit und Artenvielfalt.

In diesem Naturparadies ist es noch möglich, mit Seelöwen, Blaufusstölpeln und Pinguinen Nase an Schnauze beziehungsweise Schnabel zu schwimmen.

Eine ideale Reisezeit gibt es auf dieser Inselgruppe nicht direkt. Jede Zeit des Jahres hat ihre schönen Seiten.

Möchte man Wale beobachten, sollte man von Juli bis September nach Galapagos reisen.

Viele Touristen sind zu den bekannten Ferienterminen auf Galapagos zu finden. Wer ruhiger reisen möchte, sollte daher Mitte Mai bis Juni und von September bis Mitte November hierher kommen. Während der Regenzeit Mitte Dezember bis Mitte Juni kann es drückend heiß werden und nachts und am frühen Morgen zu Schauern kommen. Der Himmel ist tagsüber dennoch strahlend blau. Zu dieser Zeit ist auch das Meer am wärmsten und ideal zum Schnorcheln.

Die Regeln des Nationalparks und der UNESCO schränken den Tourismus zunehmend ein, was die Galapagosinseln zu einem der exklusivsten und hochpreisigsten Reiseziele macht. Diese Einschränkungen sind durchaus sinnvoll, wenn man diese einzigartige Inselgruppe mit all ihrer Vielfalt erhalten möchte. Als Tourist darf man sich daher nur im Rahmen einer gebuchten Reise und in Begleitung eines Naturführers innerhalb des geschützten Bereiches des Nationalparks bewegen. Für individuelle Reisen und wissenschaftliche Aufenthalte müssen schriftliche Genehmigungen eingeholt werden. Lediglich innerhalb der Siedlungen der fünf bevölkerten Inseln und in bestimmten Bereichen in der Nähe der Siedlungen darf man sich frei bewegen.

Kajaktour mit Orcas in Norwegens Tysfjord

Wen das eisige Wasser nicht abschreckt, der kann magische Momente bei einer Kajaktour inmitten von Orcas in Norwegens Tysfjord erleben.

Jedes Jahr können die Orcas hier für drei Monate beobachtet werden, wenn sie sich auf die Jagd nach Heringen begeben. Den Orcas folgen stets einige Boote zur Walbeobachtung sowie ein paar besonders hart gesottene Abenteurer,  denen das kalte Wasser und die Nähe der Killerwale nichts anhaben kann.

Wer nicht unbedingt den Kick des direkten Kontaktes mit den Orcas braucht, kann sich einer der angebotenen Kajaktouren anschließen und den Anblick der Wale auf diese Art genießen.


Die letzten verbleibenden Paradiese dieser Welt, von denen ich hier nur eine Handvoll aufgeführt habe, sollten mit besonderer Wertschätzung behandelt werden. Daher nehmt bitte bei jeder Reise Rücksicht auf Umwelt und Bevölkerung
.

Welches ist euer persönliches Paradies, das ihr unbedingt bereisen möchtet oder wo ihr eventuell schon wart? Ich freue mich, von euren Erfahrungen zu hören!
Eure Jenny

jennifer-weitbrecht

Von | 2017-08-08T20:11:03+00:00 Januar 9th, 2016|Reisetipps, Travel|0 Kommentare

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