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Der Tongariro Nationalpark ist der erste Nationalpark Neuseelands und der viertälteste Nationalpark der Welt. Er befindet sich im Zentrum der Nordinsel Neuseelands und zählt zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Abgesehen von den drei immer noch aktiven Vulkanen, die es dort gibt, ist auch die restliche Landschaft wahnsinnig faszinierend und diente sogar als Kulisse für den Film „Der Herr der Ringe“. Während im Sommer Wandern ganz groß geschrieben wird, kommen im Winter die Ski- und Snowboardfahrer auf ihre Kosten.

Ankunft im Tongariro Nationalpark

Nachdem wir den Lake Taupo verlassen und die ansteigende Straße weiter Richtung Tongariro Nationalpark gefahren sind, befinden wir uns urplötzlich in einer komplett anderen Welt – so fühlt es sich zumindest an. Aus dem üppigen und dicht bewachsenen Grün, an dem wir vorher vorbeigekommen sind, wird plötzlich eine weite Busch- und Graslandschaft mit ganz anderen Pflanzen und vulkanischem Gestein. Dahinter sieht man die Vulkanberge, deren Gipfel momentan in dichten Wolken gefangen sind.

Tongariro Nationalpark

Plötzlich erstreckt sich eine weite Busch- und Graslandschaft vor uns.

Infrastruktur im Nationalpark

Der etwa 800 km² große Nationalpark ist von verschiedenen Straßen umgeben. Die SH1, auch Desert Road genannt, welche an der östlichen Seite des Parks vorbeiführt, ist bei schlechtem Wetter regelmäßig geschlossen. Am nördlichen Ende wird der Nationalpark von den Straßen SH46 und SH47 umgeben. Von letztgenannter zweigt die SH48, die Hauptstraße in den Park, in das sechs Kilometer entfernte Whakapapa Village ab, wo sich das Visitor Centre und ein paar wenige Unterkünfte befinden.

Fährt man an der Abzweigung nicht Richtung Whakapapa Village, sondern weiter auf der SH47 entlang, gelangt man am Ende der Straße zu dem Ort National Park Village (200 Einwohner) und zu der Straße, welche an der östlichen Seite des Parks entlangführt (SH4). In dem kleinen National Park Village gibt es weitere Unterkünfte wie auch ein gutes Pub.

Tongariro Nationalpark

Übersichtskarte der verschiedenen Straßen, die den Tongariro Nationalpark umgeben. | Bildquelle: Wikimedia Commons

Wahl unseres Campingplatzes

Wie wir herausgefunden haben, ist es am besten, sich eine Unterkunft bzw. einen Campingplatz in oder in der Nähe des Whakapapa Villages zu suchen, da dort die meisten Wanderwege beginnen. Im Whakapapa und im National Park Village gibt es jeweils einen Holidaypark. Auf der Straße dazwischen findet man einen weiteren Holidaypark wie auch einen DOC Campingplatz (allerdings ohne Duschen). Wegen der Anzahl an begrenzten Unterkünften empfiehlt es sich, vorher anzurufen und zu reservieren.

Wir haben das natürlich nicht gemacht und deshalb bei dem Campingplatz im Whakapapa Village keinen Platz mehr bekommen. Im Endeffekt war das aber nicht mal so schlimm, da wir bei dem Campingplatz Discovery Lodge (direkt an der Straße SH47) einen günstigeren und früheren Bus zum Startpunkt des bekannten Tongariro Alpine Crossings bekommen haben. Zudem hat man hier eine tolle Sicht auf einen der Vulkanberge.

Tongariro Nationalpark

Auch Alfred fühlt sich auf dem Campingplatz Discovery Lodge wohl.

Planung des Tongariro Alpine Crossings

Den heutigen Abend verbringen wir nur noch damit, das Tongariro Alpine Crossing – angeblich eine der besten Tageswanderungen der Welt – zu organisieren. Diese Wanderung haben wir für den folgenden Tag geplant. Da sie wirklich zu einem unserer absoluten Highlights in Neuseeland zählt, haben wir uns entschieden, darüber einen separaten Reisebericht zu verfassen.

Unseren Reisebericht über das Tongariro Alpine Crossing findest du hier.

Der Great Walk im Nationalpark

Im Tongariro Nationalpark gibt es zudem einen der insgesamt neun Great Walks in Neuseelands. Das sind mehrtägige Wanderungen, welche durch die schönsten Landschaften des Landes führen. Die Wanderung in diesem Nationalpark wird als Tongariro Northern Circuit bezeichnet. Es ist ein 43 Kilometer langer Rundwanderweg und man sollte vier Tage dafür einplanen. Viele Wanderer beginnen aber beim Mangatepopo Road End, wodurch sich die Dauer auf drei Tage verkürzt. Das Tongariro Alpine Crossing ist ein Teilstück dieses Great Walks. Unterwegs übernachtet man in Hütten, welche vom DOC (Departement of Conservation) zur Verfügung gestellt werden. Diese muss man unbedingt vorher buchen. Das geht entweder online oder bei der i-SITE.

Mehr Infos dazu sind unter diesem Link zu finden.

Das Wetter macht uns einen Strich durch unseren ursprünglichen Plan

In diesem Bericht sind wir nun also schon an dem Tag nach unserer 19,4 Kilometer langen Wanderung angekommen. Das war unsere erste längere Wanderung in Neuseeland und das haben auch unsere Muskeln gemerkt. Somit wollten wir den heutigen Tag eigentlich etwas ruhiger angehen lassen, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung: blauer Himmel mit ein paar weißen Wolken und Sonnenschein. Das schreit ja geradezu nach einer weiteren Wanderung.

Informieren beim Visitor Centre

Wir packen also unsere ganzen Sachen zusammen und fahren erstmal zum Visitor Centre. Dort wollen wir uns informieren, ob das Wetter heute auch so bleibt, denn auf Rumlaufen im strömenden Regen haben wir nicht schon wieder Lust. Scheint so, als würden wir Glück haben. Es soll erst gegen spätnachmittags anfangen zu regnen. Jetzt heißt es, nochmal ins National Park Village zurückfahren und Proviant besorgen. Im Whakapapa Village gibt es nämlich keine Möglichkeit, etwas einzukaufen.

Die aktiven Vulkane im Tongariro Nationalpark

Mount Ruapehu

Als wir nach dem Einkaufen zurückkommen, sind alle Wolken vor dem Mount Ruapehu verschwunden. Mit seinen 2797 Metern ist er der höchste Berg der Nordinsel Neuseelands und einer der aktivsten Vulkane der Welt. Die jüngste Eruption fand 2007 statt. Die ausgespuckte Asche erreichte zusammen mit den Gasen eine Höhe von 5000 Metern. Dennoch ist der Mount Ruapehu das beliebteste Skigebiet auf der Nordinsel Neuseelands.

Tongariro Nationalpark

Auf dem Weg zurück ins Whakapapa Village sind alle Wolken vor dem Mount Ruapehu, dem höchsten Berg der Nordinsel Neuseelands, verschwunden.

Mount Tongariro

Der Mount Tongariro ist mit seinen 1967 Metern der kleinste der drei Vulkanberge. Im Jahr 2012 gab er zweimal ein Lebenszeichen von sich. Während beim ersten Mal Gestein durch die Gegend flog, gab es beim zweiten Mal nur eine Aschewolke. Die erste Eruption hatte zur Folge, dass ein Teil des bekannten Tongariro Alpine Crossings neun Monate lange gesperrt wurde.

Mount Ngauruhoe

Der schwer auszusprechende Name ist wohl kaum jemanden bekannt. Bei der Bezeichnung Mount Doom bzw. Schicksalsberg dürfte es aber bei manchen klingeln. Richtig, das ist der Berg, welchen man so oft im Film „Der Herr der Ringe“ sehen konnte. Mit seinen 2287 Metern und der exakt symmetrischen Form diente er als perfekte Kulisse und wurde dadurch eine Berühmtheit. Er ist übrigens der jüngste der drei Vulkane.

Tongariro Nationalpark

Der Mount Ngauruhoe wurde durch den Film „Der Herr der Ringe“ als Mount Doom bzw. Schicksalsberg berühmt.

Wanderung zu den Tama Lakes

Wir parken im Whakapapa Village und beginnen mit der 17 Kilometer langen Wanderung (Hin- und Rückweg) zu den Tama Lakes. Das sind zwei Kraterseen. Der erste Teil des Wanderweges (drei Kilometer) ist gleichzeitig einer der beiden Wanderwege zu den Taranaki Falls (über den Upper Track).

Tongariro Nationalpark

Los geht die Wanderung.

Zunächst gehen wir durch ein Waldgebiet. Je höher wir hinaufsteigen, desto mehr verändert sich die Landschaft und wird zur Gras- und Buschlandschaft mit lila Blüten wie auch schwarzem und rotem Gestein. Wir kommen an einem schönen Bach vorbei und balancieren über Steine. Zudem haben wir durchgehend eine tolle Sicht auf den Mount Ruhapehu als auch auf den Mount Ngauruhoe.

Tongariro Nationalpark

Auch von hier hat man eine tolle Sicht auf den Mount Ngauruhoe.

Tongariro Nationalpark

Bestes Wetter zum Wandern.

Tongariro Nationalpark

Gras- und Buschlandschaft mit lila Büten.

Tongariro Nationalpark

Überall findet man Gestein mit roter Verfärbung.

Tongariro Nationalpark

Kurze Pause am Fluss.

Tongariro Nationalpark

Blick auf den Mount Ruapehu.

Tongariro Nationalpark

Je höher wir hinaufsteigen, desto mehr verändert sich die Landschaft.

Dann kommen wir bei dem unteren See an, der, eingebettet in der weiten Vulkanlandschaft, vor dem Mount Ruapehu liegt. Dieser wird langsam wieder von Wolken verschlungen.

Tongariro Nationalpark

Ankunft am unteren Tama Lake.

Wir entscheiden uns, zusätzlich die 1,4 Kilometer bis zum oberen See zu gehen. Das ist eindeutig das härteste Stück, da wir nur noch über Geröll nach oben klettern. Die Aussicht lohnt sich aber definitiv.

Tongariro Nationalpark

Der Aufstieg zum oberen Tama Lake ist eindeutig das härteste Stück der Wanderung.

Tongariro Nationalpark

Auf halber Höhe haben wir eine super Aussicht auf den unteren Tama Lake und den dahinterliegenden Mount Ruapehu.

Tongariro Nationalpark

Und so sieht es beim oberen Tama Lake aus.

Dann heißt es schleunigst zurückgehen, denn man kann schon sehen, dass sich das Regenwetter langsam zusammenbraut.

Taranaki Falls

Auf dem Rückweg gehen wir die letzten drei Kilometer über einen anderen Weg (über den Lower Track) und kommen dabei an den 20 Meter hohen Taranaki Falls, wo wir einen sehr schönen Wasserfall entdecken, vorbei. Statt Wasser floss hier einst mal Lava hinunter.

Übrigens: Der Rundwanderweg zu den Taranaki Falls ist insgesamt 6,2 Kilometer lang und eine super Alternative, wenn man keine lange Strecke gehen möchte.

Der Himmel verdunkelt sich nun immer mehr und so vollziehen wir die letzten Kilometer im Eilschritt. Dabei kommen wir immer wieder an kleineren Wasserfällen vorbei und gehen an einem schönen Fluss entlang. In dem Moment als wir beim Camper ankommen, fängt es in Strömen an zu regnen.

Tongariro Nationalpark

Blick auf die Taranaki Falls.

Tongariro Nationalpark

Und nochmal ein Bild des schönen Wasserfalls.

Einkehr im Schnapps Pub

Halb am Verhungern entscheiden wir uns, zum Abendessen ausnahmsweise einmal wo einzukehren und fahren ins National Park Village zu dem bekannten Schnapps Pub. Dort gönnen wir uns einen Burger und Fish & Chips. Anschließend verlassen wir den Tongariro Nationalpark und fahren weiter zu einem kostenlosen Campingplatz.

Unter diesem Link gibt es übrigens noch weitere Infos über den Tongariro Nationalpark.

Tongariro Nationalpark

Heute gönnen wir uns ausnahmsweise mal was im Pub. 🙂

 

Von | 2018-11-13T22:14:11+00:00 Juni 22nd, 2018|Neuseeland, Ozeanien, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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