Direkt an der sogenannten Kauri Coast befindet sich der Waipoua Forest, wo die riesengroßen und gigantischen Kauri-Bäume zu finden sind. Dort steht zum einen der größte und zum anderen der dickste Kauri-Baum Neuseelands. Der Baylys Beach ist Teil des 100 Kilometer langen Ripiro Ocean Beach und der längste befahrbare Strand Neuseelands.

Die Fahrt mit unserem Camper von der Ost- an die Westküste

Wie wir plötzlich mal wieder auf einer Schotterstraße landen

Wie schon im letzten Reisebericht geschrieben, wollen wir von der Ostküste auf der Nordinsel, wo wir uns gerade bei den Bay of Islands befinden, an die Westküste fahren. In unser Navi geben wir den angepeilten Campingplatz für heute Nacht ein und los geht es.

Plötzlich wird aus der geteerten Straße mal wieder einer Schotterstraße und die hört auch nicht mehr auf. Komisch, es hat doch eigentlich einen Highway angezeigt. Der kann das doch nicht sein, oder?? Naja, das Navi sagt wir sind richtig und das hat ja (fast) immer Recht.

Wie sich herausstellt, ist dieser Weg quer über die Insel absolut sehenswert.

Kauri Coast

Plötzlich sind wir mal wieder auf einer Schotterstraße gelandet.

Wie schön ist das denn bitte hier?

Erstmal sind wir das einzige Fahrzeug, welches sich auf dem Schotterweg befindet. Das bedeutet, dass wir ganz einfach überall anhalten können, wo es uns gefällt. Das „Problem“ ist nur, dass es uns nach jeder Kurve total gut gefällt, wir immer denken, dass es jetzt nicht mehr besser werden kann, wir anhalten und dann ist es nach der nächsten Kurve einfach wieder genauso schön und idyllisch und…wir müssen wieder anhalten.

„Schau mal die vielen Schafe dort! Ach schön die Kühe! Boaaaahhh, sieh dir die Aussicht an! Guck mal wie weit man hier schauen kann! Das Grün ist einfach so unwirklich! Die Hügel sind voll faszinierend. Was sind das denn jetzt für riesengroße Vögel? Der Bach, die Steine, das Grün…wir müssen uns doch im Auenland befinden!! Wo sind die Hobbits?? Ist das echt?“

So ungefähr kann man sich die Autofahrt vorstellen. 😀 Irgendwann haben wir aufgehört zu zählen, wie oft wir stehen geblieben sind und gefühlt haben wir drei Stunden länger als nötig gebraucht.

Kauri Coast

Entlang der Schotterstraße ist es total idyllisch.

Kauri Coast

Das sind doch mal glückliche Kühe, oder?

Kauri Coast

Wo sind die Hobbits??

Kauri Coast

Die Schafe fragen sich wahrscheinlich auch, wie der Campervan hier landen konnte.

Kauri Coast

Schön ist es in Neuseeland zu sein.

Kauri Coast

Wer ist denn das da??

Hä, das ist doch der falsche Campingplatz, oder?

Die Sonne geht schon langsam unter, als wir an unserem angepeilten Campingplatz ankommen. Wir suchen uns einen Parkplatz, steigen aus und schauen uns um. Hm, sieht doch irgendwie anders aus als auf den Bildern? Oh, heißt auch anders.

Wir schauen nochmal nach und stellen fest, dass das Navi zwar Recht, aber wir Unrecht hatten, denn wir haben den Campingplatz verwechselt und falsch eingegeben. Der Waipoua Forest, wo wir morgen ein paar Wanderungen machen wollten, ist ein ganzes Stück weiter nördlich.

Also wieder rein in den Camper, nochmal rauf auf die Schotterstraße und bis zum Waipoua Forest Campground fahren. Im Endeffekt waren es dann doch nur 20 Minuten Fahrzeit und von dem Campingplatz sind wir total begeistert.

Jetzt noch schnell kochen und möglichst nicht die Türen aufmachen, denn der einzige Nachteil ist, dass es hier vor lauter Mücken nur so wimmelt.

Kauri Coast

Bei diesen kostenpflichtigen Campingplatz müssen wir selbst einchecken: Zettel aus der Box holen, ausfüllen, Geld in den Umschlag stecken und einwerfen.

Waipoua Forest

Nachdem wir gefrühstückt, Camper umgebaut und Wäsche gewaschen haben, wird die Wäscheleine quer durch den Camper gespannt und so können unsere Klamotten bei der Autofahrt schön mitwippen. Dann machen wir noch einen kurzen Abstecher zu dem Fluss hinter dem Campground.

kauri coast

Bereit für das Frühstück.

Kauri Coast

Und diese Wanderwege gibt es im Waipoua Forest.

Tane Mahuta

Anschließend fahren wir zum wohl bekanntesten Kauri-Baum im Waipoua Forest, dem Tane Mahuta, auch „Lord of the Forest“ genannt. Bevor wir den Wald betreten, müssen erstmal die Schuhe gesäubert werden, um keine zerstörerischen Keime verbreiten zu können.

Kauri Coast

Erstmal müssen die Schuhe gesäubert werden.

Wir gehen ein kurzes Stück auf einem Holzsteg durch den Wald und plötzlich steht er vor uns – der wirklich riesengroße und gigantische Tane Mahuta, der größte neuseeländische Kauri-Baum. Es wird geschätzt, dass er rund 2000 Jahre alt ist. Weiterhin ist er 51,5 Meter hoch. Wir sind ganz schön baff.

Auf der Plattform, von welcher aus man den Baum betrachten kann, sitzt sogar ein Security, der aufpasst, dass niemand den Waldboden betritt. Die Wurzeln der Kauri-Bäume sind nämlich sehr empfindlich, da sie nur ein Stück unter der Erde liegen. Gehalten werden sie von den Wurzeln der anderen Bäume. Aus diesem Grund wachsen die Kauri-Bäume auch mehr in die Breite als in die Höhe, da sie auf die anderen Bäume um sich herum angewiesen sind.

Laut dem Glauben der Māori gibt Tane Mahuta Leben und alle Lebewesen sind seine Kinder.

Kauri Coast

Der größte Kauri-Baum Neuseelands, genannt Tane Mahuta oder auch „Lord of the Forest“.

Four Sisters und Matua Ngahere

Nachdem wir uns satt gesehen und irgendwie versucht haben, den Baum auf den Bilder rüberzubringen, fahren wir weiter zum nächsten Wanderweg, der zu den Four Sisters führt. Diese vier Kauri-Bäume sehen aus, als wären sie zusammengewachsen.

Ein Stück weiter geht es noch zum Matua Ngahere, der auch „Father of the Forest“ genannt wird. Er ist der dickste Kauri-Baum Neuseelands und ebenfalls sehr beeindruckend.

Kauri Coast

Matua Ngahere – „Father of the Forest“. Er ist der dickste Kauri-Baum Neuseelands.

Kauri Coast

Entlang der Wanderwege kann man noch viele weitere Kauri-Bäume finden.

Baylys Beach

Vom Waipoua Forest fahren wir über den State Highway 12 wieder weiter in den Süden zum 60 Kilometer entfernten Baylys Beach hinunter.

Wie oben schon geschrieben, ist er Teil des 100 km langen Ripiro Ocean Beach und der längste befahrbare Strand Neuseelands. Angeblich ist er weniger touristisch als der Ninety Mile Beach, welcher sich ganz im Norden der Nordinsel Neuseelands befindet. Wir wissen zwar nicht, wie es dort aussieht, aber hier sind wir auf jeden Fall so gut wie alleine.

Vom Parkplatz aus gehen wir zunächst auf einen Aussichtspunkt hoch, wo sich uns ein faszinierender Ausblick auf den kilometerlangen Strand und die dahinterliegenden, orange leuchtenden Klippen bietet. Wow!

Kauri Coast

Beim Aussichtspunkt angekommen, bietet uns sich ein faszinierender Ausblick.

Anschließend spazieren wir noch ein Stück am Strand entlang, beobachten die Möwen und die brausenden Wellen. Der Abstecher zum Baylys Beach hat sich für uns auf jeden Fall mehr als gelohnt.

Kauri Coast

Der Baylys Beach. Er ist der längste befahrbare Strand Neuseelands.

Kauri Coast

Im wahrsten Sinne des Wortes könnte man hier eine Ewigkeit entlangspazieren.

Weiterfahrt Richtung Coromondal Peninsula

Unser nächstes Ziel ist die Coromondal Peninsula. Dazu müssen wir nochmals durch Auckland hindurch. Etwa 80 Kilometer weiter südlich von Auckland fahren wir auf einen kostenlosen Campingplatz neben einem Rugby-Feld. Morgen soll es Richtung Osten und auf die Coromondal Peninsula weitergehen. Dazu wieder mehr im nächsten Reisebericht.

Von | 2018-04-30T16:29:33+00:00 April 30th, 2018|Neuseeland, Ozeanien, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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