Aktueller Aufenthaltsort: Malapascua Island

Malapascua – Ankunft, Unterkunft und Restaurant

Ankunft am Bounty Beach auf Malapascua

Nach der abenteuerlichen Anreise betreten wir zum ersten Mal den Bounty Beach, den längsten Strand auf Malapascua, der sich über die Nord- wie auch über die halbe Ostseite der Insel erstreckt. Von dort aus können wir zu Fuß zu unserer Unterkunft laufen. Was auch sonst? Die Insel ist ja nicht groß, hier kann man einfach jede Strecke zu Fuß meistern. Es gibt weder Straßen noch Autos. Nur ein paar sandige Wege, von denen die breiteren die „Hauptstraßen“ darstellen und auch bloß Motorräder oder Roller, was sehr angenehm ist.

Unsere Unterkunft auf Malapascua

Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Nur wenige Meter weiter kommen wir an Hiltey´s Hide Out Homes vorbei und werden von einem Deutschen, der Volker heißt, angesprochen. Er wohnt hier, ist mit einer Filipina zusammen und hat vor sieben Jahren die Unterkunft aufgebaut. Wir plaudern ein bisschen und er zeigt uns seine Bungalows. Da uns diese so gut gefallen, beschließen wir, nur eine Nacht in unserer aktuellen Unterkunft zu bleiben und morgen umzuziehen, was zum Glück kein Problem darstellt.

Malapascua

Peter vor der Unterkunft Hiltey´s Hide Out Homes.

 

Malapascua

Auf unserer Veranda im Hiltey´s.

Unser Restaurant auf Malapascua

Von Volker wird uns ein Restaurant empfohlen, in dem es unter anderem viele philippinische Gerichte gibt und welches für deutsche Verhältnisse extrem billig ist. Das Ging-Ging´s wird unser Stammlokal für die nächsten Tage.

Malapascua

Abendessen in unserem Stammlokal, dem Ging-Ging´s.

Tag 1: Das Leben und die Strände auf Malapascua

Logon Beach

Für heute haben wir uns vorgenommen, einmal die Insel zu umrunden und uns überraschen zu lassen, was man alles entdecken kann. Zu uns gesellt sich ein Hund, der uns bis zum Logon Beach führt. Wir finden eine schöne Bucht vor, in der sich viele kleine Holzboote und Bangkas tummeln. Weiterhin gibt es, genauso wie am Bounty Beach, eine ganze Reihe von Resorts und Bars. Nachdem wir uns dort ein bisschen aufgehalten haben, wandern wir weiter in Richtung Norden.

Malapascua

Der Logon Beach.

 

Malapascua

Steffi und ich mit unserem neuen „Freund“, der uns zum Logon Beach geführt hat.

Die Anwesen der Einheimischen

Die Wanderung über die Insel ist eine ganz besondere Erfahrung, da man mal wieder direkt an den Häusern vorbei und durch die Anwesen der Einheimischen spaziert und somit ganz viel von dem Leben auf der Insel mitbekommen kann. Die meisten Gärten sind liebevoll mit Muscheln und bepflanzten Plastikflaschen dekoriert. Dazwischen wurde überall die bunte Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Einem Mann werden direkt am „Straßenrand“ die Haare geschnitten und ständiger Begleiter ist das laute „Kikeriiikiiiiii“ der vielen Hähne, die man alle paar Meter sehen und hören kann.

Malapasuca

Anpflanzungen und dazwischen Dekorationen mit Muscheln.

Der Hahnenkampf

Jeder einzelne trägt eine Kette um den Fuß, ist festgebunden und hat sein kleines Häuschen aus Holz. Wir wundern uns ziemlich über die große Anzahl der Tiere und als wir nachfragen, wird uns erklärt, dass der Hahnenkampf hier sehr beliebt sei. In größeren Städten gibt es sogar Arenen dafür. Den Hähnen werden Aufputschmittel ins Futter gemischt, um sie aggressiv zu stimmen. Vor dem Kampf, der so lange dauert, bis einer der Hähne tot ist, kann man sein Geld auf seinen persönlichen Favoriten setzen. Ziemlich grausam, oder?

Malapascua

Ein angeketteter Hahn blickt auf den Garten, in welchem die Wäsche aufgehängt wurde.

 

Malapascua

Ein typisches Bild, welches sich auf der Insel überall bietet: Angekettete Hähne und daneben ihre „Holzhäuschen“.

Von der Hand in den Mund

Weiterhin erfahren wir, dass die meisten Menschen auf Malapascua vom Fischfang und nach dem Prinzip von der Hand in den Mund leben. Ist es ein gelungener Fang, der vielleicht 1000 Peso einbringt, wird meist erst wieder gearbeitet, wenn das Geld aufgebraucht ist. So gibt es auch keine Rücklagen, wenn zum Beispiel mal ein Kind schwer krank wird, was bei den vielen Bakterien und Keimen im Grundwasser keine Seltenheit ist. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern ist demzufolge leider hoch, was uns die Schattenseiten des kleinen Paradieses hier aufzeigt.

Langob Beach

Nach der etwa 90-minütigen Wanderung, bei der wir immer wieder stehen geblieben sind, um zu staunen, Fotos zu machen und alles auf uns wirken zu lassen, erreichen wir den Nordstrand der Insel, den Langob Beach, der unser Lieblingsplatz auf Malapascua wird.

Malapascua

Der wunderschöne Langob Beach.

 

Malapascua

Der Langob Beach erstreckt sich fast über die komplette Nordseite der Insel.

Der Strand erstreckt sich fast über die komplette Nordseite, man kann wunderbar schwimmen und das Wasser ist mal wieder türkisblau. Außer uns ist hier fast niemand. Schön ist auch, dass nicht Restaurant an Restaurant und Unterkunft an Unterkunft gebaut wurde. Es gibt nur einen kleinen Imbiss, bei dem man sich mit dem Nötigsten (Chips, Bananen, Mangos und Getränken) versorgen kann. Davor klimpert der „Bar Manager“ auf seiner Gitarre „Despasitos“.

Malapascua

Der „Bar Manager“ spielt das Lied „Despasitos“ auf seiner Gitarre am Langob Beach.

Die Ostseite von Malapascua

Als wir den Rückweg antreten, führt uns dieser zur Ostseite der Insel, wo wir auf Betonplatten einen schmalen Weg hinunter gehen müssen. Wir sind mal wieder fasziniert, mit welcher Begeisterung die Kinder hier ohne irgendeine Art von Spielzeug spielen. Jedes Kind hat sich eine Plastikflasche geschnappt und rutscht darauf wieder und wieder den Berg hinunter. Dabei gibt es viel Gejubel und Gelächter.

Malapascua

Kinder, die auf Plastikflaschen die Betonplatten hinunterrutschen.

 

Malapascua

Dieser kleine Junge spielt dafür lieber mit einem Hund.

Da es auf dem Rückweg zu regnen beginnt, gelangen wir dieses Mal um einiges schneller ans andere Ende der Insel.

Auf der nachfolgenden interaktiven Karte kann unsere Wanderung über die Insel verfolgt werden. Die blau markierte Linie stellt unsere Route dar. Die orangen Punkte markieren unsere Stopps.

Tag 2: Taifun Hayan, Ruinen des Bantigue Resorts und die Suche nach der offiziellen „Fähre“

Heute erkundigen wir uns zuerst, wann die letzte „Fähre“, das Bangka, nach Maya ablegt, da Steffi und Flo leider abreisen werden. Ihre Reise führt sie weiter nach Australien. Ihnen wird versichert, dass die letzte Fähre um 16.00 Uhr gehe.

Mit dem Motorrad vom Bounty Beach zum Langob Beach

Damit sie noch möglichst lange den Langob Beach auskosten können und es heute ohnehin sehr heiß ist, entscheiden wir uns dazu, uns mit dem Motorrad an den Nordstrand fahren zu lassen. Dies kostet pro Person 30 Peso (umgerechnet 50 Cent) und wir stellen fest, dass es auch möglich ist, sich zu dritt auf ein Motorrad zu quetschen. Dies ist bei den Filipinos ganz normal. Manchmal sitzen sogar vier Personen auf einem Motorrad oder Roller.

Taifun Hayan wütete auf Malapascua Island

Am Langob Beach angekommen, wandern wir über die rechte Seite des Strandes und gelangen zu einer Klippe, auf welche Treppen hinauf führen. Schon von weitem kann man sehen, dass sich dort eine Ruine befindet. Dabei handelt es sich um die Überreste des Bantigue Resorts, welches vom Taifun Hayan im November 2013 komplett zerstört und nie wieder aufgebaut wurde.

Das zerstörte Bantigue Resort

Wir steigen über einen Stacheldrahtzaun und gehen die mit Muscheln verzierten Stufen hoch. Auf der anderen Seite angekommen, entdecken wir einen kleinen Strand in einer Bucht, der früher der Privatstrand des Resorts war. Auch auf der nächsten Klippe erstrecken sich weitere Überreste der ehemaligen Anlage. Man bekommt fast Gänsehaut, wenn man sich vorstellt, wie wunderschön das Resort gewesen sein muss.

Es gibt eine Terrasse, von wo aus man einen herrlichen Blick auf das türkis schimmernde Meer hat.

Malapascua

Blick von der ehemaligen Terrasse des Bantigue Resorts.

Dahinter ist deutlich die frühere Bar zu erkennen, von welcher ein Durchgang in die ehemalige Küche führt. Kühlschrank, Anrichte, Tische, alles ist noch da. Daneben die Toiletten, jetzt mit Moos bewachsen und von Insekten bewohnt. Es fühlt sich an wie bei dem Film „Titanic“, wenn die Kamera durch das Wrack gleitet und dazwischen die Momente aus früheren Zeiten eingeblendet werden. Malapascua ist damals leider ziemlich heftig von dem Taifun getroffen worden. Es wurde sehr viel zerstört, jedoch gab es keine Personenschäden im Vergleich zu anderen Inseln und Gebieten.

Malapascua

Eine der Ruinen des Bantigue Resorts, welches im November 2013 vom Taifun Hayan zerstört wurde.

Das Mysterium der offiziellen Fährzeiten

Souvenirstand als „Hafenterminal“

Nachmittags machen wir uns dann auf zum Bounty Beach, um Steffi und Flo zu verabschieden. Wie sich herausstellt, ist es gar nicht ganz so einfach, die Insel wieder zu verlassen. Am Souvenirstand, der sozusagen das „Terminal“ darstellt, ist sonst keine Person, die ebenfalls nach Maya zurückfahren möchte und die Beiden müssten ein privates Bangka nehmen. Uns wird gesagt: „Go Logon Beach, maybe more passengers there!“

Abfahrtszeit und -ort der „Fähre“

Gesagt, getan, aber auch dort ist kein Mensch und bei nochmaliger Rückfrage am Bounty Beach gibt es ebenfalls nichts Neues. Insgesamt erhalten wir vier verschiedene Aussagen, wann die letzte „Fähre“ nun offiziell ablege: 16.00 Uhr, 15.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.30 Uhr. Wir stellen fest, dass es einfach keinen festen Zeitplan gibt. Gefahren wird, wenn jemand da ist und die Wetterbedingungen stimmen. Entweder man hat Glück und es sind mehrere Passagiere vor Ort, man sitzt das Ganze aus und wartet, ob noch mehr Personen kommen oder man nimmt gleich ein privates Boot.

Warten auf das „richtige“ Boot und weitere Passagiere inklusive Preisverhandlung

Steffi und Flo entscheiden sich für Warten und es kommt noch eine Einheimische. Jetzt heißt es plötzlich, die Dame zahlt 300 Peso und die Beiden sollen 1200 Peso bezahlen. Bei diesem Bootsführer gibt es also einen Preis für Einheimische und einen Preis für Touristen. Als noch eine weitere Filipina, die auf der Insel wohnt, kommt, kostet das Boot auf einmal angeblich insgesamt 1700 Peso, da das Wasser nun so niedrig sei und das kleine Holzboot eine längere Strecke zurücklegen müsse. Wieviel Geld die beiden Filipinas nun wirklich bezahlt haben, wissen wir bis heute nicht.

Malapascua

Verabschiedung von Steffi und Flo. Die Beiden legen gerade mit dem kleinen Holzboot ab.

Tag 3: Private Bootstour um die Insel Malapascua und ein typischer Samstagabend bei den Einheimischen

Am nächsten Tag wachen wir auf und überlegen, wann wir mit Steffi und Flo zum Frühstücken ausgemacht haben, bis uns einfällt, dass wir ja jetzt nur noch zu zweit unterwegs sind. Daran müssen wir uns erst noch gewöhnen.

Organisation und Kosten eines Privatbootes

Wir wollen heute eine Bootstour um die Insel machen. Diese wird von allen Personen, die hier ein Boot besitzen, angeboten. Wir brauchen nur ein kleines Stückchen laufen und schon spricht uns ein Mann mit: „You need boat? Go to Coral Garden, Japanese Shipwreck and Cliff? I have boat! Only 900 Peso!“ an.

Das ist das Schöne hier…ruckzuck kann man einfach total spontan eine Tour organisieren. Wir sagen zu, da das der billigste Preis (15 Euro) ist, der uns bis jetzt genannt wurde. Der Filipino telefoniert, holt für uns sogar noch Bananen vom Supermarkt und schon steht unsere Crew, bestehend aus drei Leuten, mit dem kleinen Bangka da.

Schnorcheln im Coral Garden & beim Langob Beach

Zuerst geht es zum Coral Garden, wo wir schnorcheln können. Außer braunen Korallen und ein paar kleinen Fischen kann man aber nicht viel sehen. Unser zweiter Halt ist der Langob Beach. In der Nähe können wir anschließend nochmals schnorcheln gehen.

„Japanese Shipwreck“ und Klippenspringen

Das „Japanese Shipwreck“ und die Klippe müssen wir leider auslassen, da die Wellen auf der anderen Seite der Insel nun schon zu hoch sind. Die Tour genießen wir trotzdem in vollen Zügen, da man vom Boot aus einen super Blick auf Malapascua Island hat; und hallo, wer bekommt schon ein Privatboot für diesen Preis?

malapascua

Mit unserem Privatboot um die Insel Malapascua.

Weitere Eindrücke von Malapascua

Den Rest des Tages lassen wir heute mal am Bounty Beach ausklingen bevor wir uns abends noch ein bisschen unter die Einheimischen mischen. Samstags ist hier nämlich mächtig was los. Der Basketballplatz wird zur Tanzfläche umfunktioniert und über die ganze Insel schallt bis tief in die Nacht hinein laute Discomusik. Rundherum werden Essensstände und Sitzmöglichkeiten aufgebaut und Horden von Kindern toben über den großen Platz.

Wir dürfen an einem Spiel teilnehmen, das „Three Balls“ genannt wird und hier sehr beliebt ist. Man setzt dabei Geld (so viel man möchte, aber normalerweise 20 Peso) auf zwei Karten und wirft drei Bälle in einen Trichter. Fallen zwei der Bälle auf die darunterliegenden Karten, welche man vorher ausgewählt hat, bekommt man den doppelten Geldbetrag zurück. Fällt nur ein Ball auf eine der Karten, darf man nochmal werfen und wenn man gar nichts trifft, ist das Geld weg. Könnte man eigentlich auch mal bei uns einführen.

Tag 4: Abreise von Malapascua

Ein letztes Mal an den Langob Beach

Nun ist auch schon unser Abreisetag von der Insel gekommen. Wir besuchen nochmals den Langob Beach, an dem wir heute komplett alleine sind – und das bei strahlend blauem Himmel. Ein wenig später gesellen sich nur noch ein paar einheimische Kinder zu uns, die eine wahnsinnige Freude daran haben, von Peters Schultern ins Wasser zu hüpfen. Für ihn scheint es mit der Zeit eher ein bisschen anstrengend zu werden.

Malapascua

Die philippinischen Kinder haben eine Freude daran, von Peters Schultern ins Wasser zu hüpfen.

Der offizielle Ticketpreis für die Überfahrt von Malapascua nach Maya

Mittags machen wir uns auf den Weg zurück, packen unsere restlichen Sachen, verabschieden uns von Volker und sind um kurz vor 14.00 Uhr am „Terminal“, dem Souvenirstand.

Es ist das Gleiche wie bei Steffi und Flo: Sonst ist keiner da und man bietet uns ein Privatboot an. Aber wir haben viiiieeel Zeit mitgebracht, machen es uns auf den Plastikstühlen bequem und beteuern mehrere Male, dass wir warten wollen. Zu uns gesellen sich tatsächlich zwei weitere Personen, ebenfalls Einheimische. Wir warten weiter und sind gespannt, ob es auch dieses Mal einen Einheimischen- und einen Touristenpreis geben wird.

Malapascau

Warten am Souvenirstand, dem „Hafenterminal“.

Glücklicherweise erwischen wir einen Fahrer, der ein faires Angebot macht. 200 Peso (3,30 Euro) für jeden von uns. Wir erhalten sogar ein offizielles Ticket, auf dem 100 Peso steht. Für ein Boot werden also normalerweise 1500 Peso festgesetzt und pauschal 15 Personen eingerechnet, wobei dann jeder 100 Peso zahlt.

Auf Wiedersehen schönes Malapascua

Das Bangka legt ab und noch lange blicken wir auf „unsere“ Trauminsel, die immer kleiner und kleiner wird, zurück. 45 Minuten später sind wir schon wieder am Hafen in Maya angekommen.

Hier gibts das Video über Malapascua

By | 2017-12-10T08:13:07+00:00 November 10th, 2017|Asien, Philippinen, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Unsere Webseite benutzt Cookies. Bei weiterer Benutzung unserer Seite erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close