Aktueller Aufenthaltsort: Legaspi

 

Auf geht es zu unserem letzten Ziel in diesem Land, dem Mount Mayon in Legaspi.  Auf den Philippinen ist er der aktivste Vulkan mit einer Höhe von 2462 Metern, südöstlich der Hauptstadt Manila.

Rückreise mit dem Van von Maya nach Cebu City

Nun müssen wir aber erst einmal nach Cebu City zurück und morgen mit dem Flugzeug in die Stadt Legaspi fliegen. In Maya haben wir Glück und können, anstatt mit dem Bus, für 200 Peso pro Person (umgerechnet etwa sechs Euro) mit einem Van nach Cebu City zurückfahren. Wir freuen uns schon, dass wir nun viel schneller dort ankommen werden.

Dauer der Fahrt

Im Endeffekt brauchen wir aber trotzdem vier Stunden. Das liegt daran, dass der Fahrer jedes Mal das Tempo verlangsamt, wenn jemand am Straßenrand steht. Ein anderer Filipino, der die Aufgabe hat, weitere Mitfahrer für den Van zu rekrutieren, macht dann das Fenster auf und ruft: „A Cebu, a Cebu, a Cebu????“ Das Problem ist nur, dass einfach immer und überall jemand am Straßenrand steht, die Beiden somit ganz schön viel Arbeit haben und wir um einiges länger brauchen.

Hilfsbereite Filipinos

In Cebu City angekommen, werden wir an einer Tankstelle buchstäblich rausgeschmissen. Der Fahrer weiß nämlich nicht, wo unsere Unterkunft ist. Etwas verloren stehen wir zunächst da, aber wie immer sind hilfsbereite Filipinos sofort zur Stelle. Ein etwa zehnjähriger Junge springt auf die viel befahrene Straße und winkt voller Enthusiasmus einem Taxi nach dem anderen zu. Prompt hält auch schon eines an und wir navigieren den Taxifahrer bis zu unserer Bleibe für die kommende Nacht. Er stellt dabei fest, dass ein Handy mit Navigation ganz praktisch sein kann. Vielleicht hat er sich mittlerweile schon eines zugelegt?

Müde von der Anreise suchen wir uns nur noch etwas zu essen und fallen dann in unsere Betten.

Fünf Minuten Mount Mayon und wieder zurück

Auf geht es zu unserem vorletzten Flug auf den Philippinen. Voller Vorfreude starten wir in den heutigen Tag und können es kaum erwarten, den Mount Mayon zu sehen und ganz viele Fotos davon zu machen.

Legaspi

Unsere Tickets für den Flug nach Legaspi.

Mit dem Flugzeug von Cebu City nach Legaspi

Um 10.30 Uhr hebt unser Flugzeug, mal wieder eine Propellermaschine, ab. Etwa eine Stunden später können wir schon von Weitem den gigantischen Vulkan mit der exakt symmetrischen Form sehen und sind jetzt schon froh, dass wir uns dazu entschlossen haben, hierher zu kommen. Die riesige Erhebung mitten in der flachen Landschaft ist echt beeindruckend. Die Stadt Legaspi, wo wir bereits unsere Unterkunft für heute Nacht gebucht haben, erscheint winzig klein dagegen.

Erster Landungsversuch in Legaspi

Kurz darauf setzen wir zur Landung an und genau wie bei der Ankunft mit der Propellermaschine in Cebu wackelt es ganz schön. Die Häuser sind schon ziemlich nah, nur ein paar Sekunden trennen uns noch von der Landebahn und plötzlich…..zieht der Pilot das Flugzeug mit voller Wucht wieder nach oben. Ein aufgeregtes Murmeln, ungläubig blicken alle um sich. Was war denn das jetzt bitteschön? Wenig später kommt die Durchsage vom Flugkapitän. Unglücklicherweise sei es zu windig gewesen und er habe nicht landen können. Es sei nun aber besser und wir werden erneut zur Landung ansetzen.

Zweiter Landungsversuch in Legaspi

Also drehen wir nochmals eine Runde und dann kommt wieder der gigantische Mount Mayon in Sicht. Okay, jetzt aber!! Wir wollen endlich raus aus dem Flugzeug und den Vulkan genauer betrachten. Das Flugzeug sinkt und sinkt und sinkt weiter, dieses Mal wackelt es nur leicht und der Wind scheint sich Gott sei Dank wirklich beruhigt zu haben. Jede Sekunde rechnen wir damit, dass die Rollen nun auf der Landebahn aufsetzen. Dann das Unglaubliche: Der Flugkapitän zieht das Flugzeug erneut mit voller Wucht nach oben. Wir verstehen es nicht. Es hat doch nun wirklich kaum gewackelt!? Naja gut, dann müssen wir eben zu Landung Nummer 3 ansetzen…

Wetterbedingungen in Legaspi

Die nächste Durchsage vom Piloten folgt unmittelbar: Wegen der Wetterbedingungen sei es erneut nicht möglich gewesen zu landen.

Man beachte den strahlend blauen Himmel draußen. Wie um alles in der Welt kann ein Flugzeug hier denn sonst landen, wenn nicht heute!? Jetzt wird es aber noch besser, als er fortfährt. Die Ressourcen würden nicht ausreichen. Er müsse die Maschine nun nach Cebu City zurückfliegen, wo wir auf all unsere Fragen Antworten bekommen werden.

Natürlich sind wir enttäuscht, aber der Satz „There will be a next flight!“ gibt uns neue Motivation. Dann kommen wir heute einfach etwas später als geplant nach Legaspi.

Die Wendung unseres Reiseplanes

Überfordertes Personal von Cebu Pacific

Die Angestellten von Cebu Pacific am Flughafen scheinen völlig überfordert zu sein. Wir stehen eine halbe Ewigkeit an. Es laufen zwar etwa acht Personen herum, aber nur drei Schalter sind besetzt. Dann gibt es auch noch einen Systemabsturz. Zur Überbrückung der Zeit werden Wasserflaschen und Lunchpakete von Jollibee, der philippinischen Fastfood-Kette, die wir immer gemieden haben, verteilt. Wir sind nun jedoch so hungrig, dass wir den Reis wie auch die frittierten Hähnchenschlegel schnell verschlingen und stellen fest, dass es nicht mal so schlecht schmeckt.

Legaspi

Langes Warten am Schalter von Cebu Pacific.

 

Legaspi

Das Fastfood von Jollibee wurde von Cebu Pacific spendiert.

Bus von Manila nach Legaspi als letzte Option

Es vergeht eine weitere halbe Ewigkeit mit Warten bis wir an der Reihe sind. Einen Flug nach Legaspi werde es heute nicht mehr geben und morgen erst wieder um 18.00 Uhr, aber nur von Manila aus. Das hilft uns nicht weiter, denn morgen Abend hebt schon unser Flugzeug nach Taipeh ab und wir müssen um spätestens 20.00 Uhr am Flughafen in Manila sein. Es gibt nur die Möglichkeit, heute noch in die Hauptstadt zu fliegen und dann den Nachtbus nach Legaspi zu nehmen, der aber etwa zwölf Stunden dauern würde. Dies ziehen wir gar nicht in Erwägung. Das wars also mit unserem Mount Mayon. Eine andere Option bietet sich nicht an.

Unser Foto vom Mount Mayon

Wenigstens haben wir ein einziges Foto vom Flugzeug aus machen können. Noch vor ein paar Wochen haben wir darüber gescherzt, dass wir ja eigentlich nur kurz vorbeifliegen und ein Foto machen müssten. So ist es eben jetzt auch eingetreten…

Legaspi

Das einzige Foto, welches wir vom beeindruckenden Mount Mayon erhaschen konnten.

Anpassung unseres Reiseplanes

Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Flughafen, um alles Weitere zu regeln. Nach Taiwan können wir heute noch nicht, nach Manila wollen wir nicht und so beschließen wir, noch eine Nacht in Cebu City zu bleiben. Wenigstens wird uns das Geld für den Flug von Legaspi nach Manila zurückerstattet. Zudem schreiben wir eine Mail an die Unterkunft in Legaspi und hoffen, dass auch dieser Betrag rückerstattet wird.

Legaspi

An die Unterkunft in Legaspi wird eine Mail geschickt.

Taxifahrt und Unterkunft in Cebu City

Als wir den Flughafen schließlich verlassen, wird es bereits dunkel. Zumindest wissen wir jetzt schon über den Unterschied zwischen den weißen und gelben Taxis Bescheid. Zur Krönung des Tages verfährt sich dann aber auch noch unser Taxifahrer, trotz intensiver Navigation, und wir machen einen riesen Umweg. Wenigstens hat unsere Unterkunft „Courtyard“, in welcher wir am Abend zuvor eingecheckt haben, zum Glück noch ein Zimmer frei.

Für heute haben wir jedenfalls genug.

Goodbye schöne Philippinen

Gut ausgeschlafen, können wir die ganze Geschichte von gestern schon mit Humor nehmen. Wann erlebt man sowas schon mal? Und zum Glück ist ja sonst alles gut gegangen.

Bis zur erneuten Fahrt zum Flughafen verbringen wir den Vormittag im Café neben der Unterkunft. Um 16.05 Uhr hebt unser Flieger nach Manila ab. Wir sind froh, dass es dieses Mal keine Propellermaschine ist. In der Hauptstadt angekommen, haben wir noch massig Zeit bis zum nächsten Flug nach Taipeh. Wir bestaunen die Christbäume und Engel, die überall aufgestellt wurden und kommen so langsam ein bisschen in Weihnachtsstimmung.

Legaspi

Am Flughafen in Manila bestaunen wir die aufgestellten Christbäume und Engel.

Nach unserem letzten philippinischen Essen hier überbrücken wir die Zeit in einem Café und um 23.15 Uhr heißt es Abschied nehmen von unserem ersten Reiseland, von 27 wunderbaren Tagen, voll von schönen, spannenden, aufregenden, beeindruckenden und faszinierenden Momenten, Erlebnissen und Erfahrungen.

Taiwan, wir kommen!

Legaspi

Taiwan, wir kommen! 🙂

By | 2017-12-10T08:13:42+00:00 November 19th, 2017|Asien, Philippinen, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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