Aktueller Aufenthaltsort: Bay of Islands

Als Bay of Islands wird ein Abschnitt der Küste weit oben im Norden der Nordinsel Neuseelands bezeichnet. Dominierend sind hier die vielen Buchten, das türkisfarbene Wasser und die vorgelagerten Inseln, welche bei einer Bootstour umfahren werden können. Die Region ist ein beliebtes Urlaubsziel und so gibt es auch in den schönen, kleinen Städten dort zahlreiche Angebote für Urlauber.

Entlang der Old Russell Road nach Russell

Von den Whangarei Falls in Whangarei [zum vorherigen Reisebericht hier klicken] machen wir uns auf den Weg über den Highway 1 in das 55 Kilometer entfernte Kawakawa. Dort biegen wir ab, um über die Panoramastraße Old Russell Road nach Russell zu gelangen. Alternativ kann man auch weiter auf dem Highway 1 nach Opua und dann ein kurzes Stück mit der Fähre nach Russell fahren.

Zunächst schlängeln wir uns mit unserem Camper Alfred hauptsächlich durch den Wald über Serpentinen hinauf und wieder hinunter. Zwischendurch können wir aber schon ein paar Ausblicke auf das Umland erhaschen. Dann verlassen wir plötzlich den Wald und müssen einfach schon wieder anhalten. Wir packen unsere Campingstühle aus und genießen die Aussicht auf die vielen grünen und saftigen Hügel, die Kühe, den dahinterliegenden See und den blauen Himmel. Was wir sehen ist irgendwie unbeschreiblich und schwer in Worte zu fassen.

Bay of Islands

Campingstühle auspacken und Aussicht genießen.

Als wir uns von dem Anblick trennen können, geht es weiter durch die tolle Landschaft und schon bald erblicken wir die ersten Buchten der Bay of Islands und das unglaublich türkisfarbene Wasser dort.

Bay of Islands

Erste Ausblicke auf die Küstenregion Bay of Islands.

Bay of Islands

Das Wasser in den Buchten ist unglaublich türkis.

Das entspannte Städtchen Russell

In der kleinen Stadt Russell (816 Einwohner) angekommen, fühlen wir uns sogleich sehr wohl. Es spielt sich dort eigentlich alles entlang der York Street und der schönen Strandpromenade ab. Neben einem kleinen Supermarkt findet man Souvenirshops, Tourenanbieter, süße Cafés, Restaurants und Häuser, einen schönen Kiesstrand wie auch ein paar Wanderwege.

Wir schlendern einfach ein bisschen herum und genießen die entspannte Atmosphäre dort. So ein bisschen erinnert uns alles an einen kleinen Kurort an der Nord- oder Ostsee.

Bay of Islands

Blick auf die kurze York Street, in der sich, neben der Strandpromenade, am meisten abspielt.

Bay of Islands

Die Strandpromenade in Russell, wo schöne Cafés und Restaurants zu finden sind.

Bay of Islands

Blick auf den Kiesstrand und die Bucht.

Um den Waikare Inlet nach Paihia

Von Russell aus geht es weiter um den Waikare Inlet nach Paihia und wie sollte es anders sein, kommen wir wieder an grün leuchtenden Wiesen mit ganz vielen glücklichen Kühen vorbei. Ein echt schöner Anblick.

Auch bei Paihia handelt es sich um eine kleine und beliebte Urlaubsstadt inmitten der Bay of Islands. Hier scheint uns allerdings um einiges mehr los zu sein als in Russell, was aber auch mit den morgigen Feierlichkeiten anlässlich des Waitangi Days zusammenhängen könnte.

Waitangi Day und Waitangi Treaty Grounds

Der Waitangi Day (6. Februar) ist ein Nationalfeiertag in Neuseeland. An diesem Tag wird die Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi gefeiert. Durch eben diesen wurde Neuseeland 1840 zu einem Teil des britischen Reiches. Weiterhin wurden den Māori (Ureinwohner Neuseelands, mehr dazu in einem der nächsten Reiseberichte) darin die Rechte auf ihr Land garantiert und zudem die Rechte britischer Bürger zugesprochen.

Unterzeichnet wurde der Vertrag in der Stadt Waitangi, unweit von Pahia. Die Waitangi Treaty Grounds, wo dieses Ereignis stattfand, können besichtigt werden. Der Eintritt kostet 40 NZD (inklusive geführter Tour, Aufführung und Eintritt zum Museum).

Harura Falls

Es wird Zeit, dass wir uns einen Campingplatz suchen. In Paihia selbst ist es ziemlich teuer uns so fahren wir ein paar Kilometer weiter zu einem Campingplatz mit Blick auf die Harura Falls. Diese breiten Wasserfälle sind fünf Meter hoch und mit Kajaks kann man direkt davor hinpaddeln.

Mit Blick auf die Wasserfälle kochen wir zu Abend und lassen uns von den letzten Sonnenstrahlen wärmen.

Bay of Islands

Unser Campingplatz mit Blick auf die Harura Falls.

Bay of Islands

Harura Falls während des Sonnenuntergangs.

Traditionelle Fahrt mit dem Waka

Als Waka werden die Kanus bezeichnet, mit welchen die Vorfahren der Māori einst nach Neuseeland kamen. Anlässlich des Waitangi Days starten am nächsten Morgen bei den Harura Falls drei große Wakas in Richtung Waitangi. Die Ruderer sind alle traditionell gekleidet und rufen nach einem bestimmten Ritual Sätze auf Māori aus, was sich wie Kampfgeschrei anhört.

Bay of Islands

Eines der Wakas, welches von den Harura Falls in Richtung Waitangi startet.

Bay of Islands

Die Rufe dabei klingen wie Kampfgeschrei.

Weiterfahrt nach Kerikeri und vorbei an vielen Buchten

An den Feierlichkeiten nehmen wir zwar nicht teil, aber dafür fahren wir weiter nach Kerikeri, eine weitere Stadt in der Region der Bay of Islands. Wir verweilen aber nur kurz dort, um einzukaufen. Ja, sogar am Nationalfeiertag haben die Supermärkte geöffnet. Was wir so mitbekommen, ist Kerikeri jedenfalls von vielen Obstplantagen umgeben und wer für Work&Travel nach Neuseeland kommt, hat dort gute Chancen, einen Job als Pflücker zu finden.

Von Kerikeri aus fahren wir einfach mal querfeldein durch die Region der Bay of Islands, vorbei an vielen schönen Buchten, Aussichtspunkten und durch kleine Ortschaften, halten hin und wieder an und genießen die Aussicht.

Bay of Islands

Querfeldein geht es durch die Region der Bay of Islands.

Bay of Islands

Dabei kommen wir an den unterschiedlichsten Aussichtspunkten vorbei.

Quer über Nordinsel von der Ost- an die Westküste

Viele Reisende fahren von Kerikeri aus weiter zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, wo Pazifik und Tasmansee aufeinandertreffen. Weiterhin gibt es dort oben den bekannten Ninety Mile Beach, ein, hingegen des Namens, 88 km langer Strand, auf welchem man sogar entlang fahren kann (Allrad wird empfohlen).

Wir entscheiden uns aber stattdessen dazu, quer über die Nordinsel an die Westküste und zum Waipoua Forest und Baylys Beach, der sogar noch länger als der Ninety Mile Beach ist, zu fahren. Dazu aber mehr im nächsten Reisebericht.

Von | 2018-04-09T21:13:55+00:00 April 9th, 2018|Neuseeland, Ozeanien, Reiseberichte, Reiseziele, Travel|0 Kommentare

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